Reitsportlerinnen mit P.S.I. Awards veredelt

Die P.S.I. Awards 2017: v.l. Moderator Carsten Sostmeier, Laudator Sven Holmberg, Laura Klaphake, Laudator Christopher Bartle, Maria Günther, Ullrich Kasselmann, Ingrid Klimke, Paul Schockemöhle und Laudatorin Evelyn Haim-Swarovski. © Fotodesign gr. Feldhaus
Die P.S.I. Awards 2017: v.l. Moderator Carsten Sostmeier, Laudator Sven Holmberg, Laura Klaphake, Laudator Christopher Bartle, Maria Günther, Ullrich Kasselmann, Ingrid Klimke, Paul Schockemöhle und Laudatorin Evelyn Haim-Swarovski. © Fotodesign gr. Feldhaus

(Ankum) Geballte Frauenpower wurde am Samstagabend im See-und Sporthotel in Ankum im Rahmen der 38. P.S.I. Auktion von Ullrich Kasselmann und Paul Schockemöhle mit dem P.S.I. Award ausgezeichnet. Die Awards der Performance Sales International – Pferde aus wertvollen Swarovski Kristallen – die denjenigen verliehen werden, die Außerordentliches im oder um den Reitsport geleistet haben, wurden 2017 in drei Kategorien ausgelobt.

Der P.S.I. Award in der Kategorie „Shooting Star“ ging an die 23-jährige Springreiterin Laura Klaphake, die auf eine höchst erfolgreiche Turniersaison 2017 zurückblickt. Ein „Newcomer“ im Springsattel ist sie nicht, denn ihre erste von insgesamt vier Medaillen in den unterschiedlichen Nachwuchsaltersklassen gewann sie im Alter von 14 Jahren. Aber auch jetzt, bei den „Senioren“, läuft es: Alleine 2017 wurde Klaphake Fünfte bei der Global Champions Tour in Hamburg, Deutsche Meisterin der Springreiter in Balve, kam beim Nationenpreis in Rotterdam zum Einsatz, platzierte sich im Großen Preis von Aachen und durfte zu guter Letzt für das deutsche Team bei den Europameisterschaften in Göteborg starten – Platz fünf mit dem Team und zweitbeste Frau in der Einzelwertung. Sven Holmberg, Sportmanager der „a young Riders Academy“ würdigte die Award-Gewinnerin in seiner Ladatio. Die „a young Riders Academy“, in dessen Programm Klaphake 2016 aufgenommen wurde, frage nicht nur nach reiterlichem Können, sondern auch nach der Fähigkeit, als Vorbild zu fungieren. „Laura erfüllt alle Kriterien. Sie ist eine exzellente Reiterin, mit einem tollen Auftreten, auf dem Turnier, wie in den Medien – immer mit einem Lächeln.

In der Kategorie Sport ehrte kein geringerer als Christopher „Chris“ Bartle, der ehemalige Co-Bundestrainer der deutschen Vielseitigkeits-Equipe, die Gewinnerin Ingrid Klimke. 16 Jahre lang hatte er sie als Trainer begleitet, beschrieb sie als besonders mutig und hilfsbereit und als Pferdefrau, die ihren Pferden als Partner außerordentliche Aufmerksamkeit widme. Ihre sportlichen Erfolge sprechen für sich, mit ihrer Teilnahme an fünf Olympischen Spielen, drei Weltmeisterschaften und acht Europameisterschaften, bei denen Sie insgesamt elf Medaillen in Mannschafts- und Einzelwertungen in der Vielseitigkeit holte. Bartle nutze den Rahmen des P.S.I. Charity Gala Balls außerdem, um sich bei Ingrid Klimke für all die guten Zeiten zu bedanken: „Ich freue mich schon jetzt, dich bei den nächsten Turnieren und speziell bei den kommenden Weltreiterspielen zu sehen. Du bist eine beispielhafte Sportlerin, die immer den Wunsch von Exzellenz und Erfolg kombiniert – mit einer offenen und freundschaftlichen Beziehung zu allen.“

Evelyn Haim-Swarovski, aus deren Hause die edlen P.S.I. Awards stammen, war gleichzeitig Laudatorin für die Kategorie„Lebenswerk“. Der „Lifetime-Award“ wurde an die mittlerweile 92-jährige ehemalige Deutsche Meisterin, internationale Richterin und Ausbilderin Maria Günther vergeben. Als Achtjährige fand Günther zum Pferd – Grund dafür war eine Zehnerkarte für Reitstunden, die sie von ihrem Vater bekam. Als Kriegshilfsdienst widmete sie sich der Remonten-Ausbildung, arbeitete als Dolmetscherin, Pferdepflegerin und Bereiterin bei den „Royal Horse Guards“ in Menden, wo sie auch ihren späteren Ehemann Walter „Bubi“ Günther kennenlernte. Das Ehepaar schaffte es 1963 an einem Tag gleich zwei deutsche Meistertitel zu gewinnen – er im Viereck, sie im Parcour. Nach 1974, dem Jahr in dem ihr Mann verstarb, erreichte Günther noch zahlreiche Grand Prix-Erfolge im Sattel seines Pferdes Macbeth, bevor sie an den Richtertisch wechselte. Alleine Aachen, wo sie erstmals 1951 am Start war, hat sie 50 Jahre lang die Treue gehalten – Als Spring- und Dressurreiterin und ebenso 10 Jahre als internationale Richterin. „Heute ist sie eine Dame reiferen Alters. In acht Jahren wird sie zur lebenden Jahrhundertlegende. Sie ist eine Reiterpersönlichkeit, der es mit Hilfe der Pferde, des Reitsports und des unermüdlichen Einsatzes für diesen Sport gelungen ist, ihren jugendlichen Elan und ihre geistige Frische zu bewahren“, ehrte Haim-Swarovski ihr Lebenswerk.

Weitere Informationen zur 38. P.S.I. Auktion am 2. und 3. Dezember 2017 in Ankum finden Sie unter www.psi-auktion.de.

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