LQH: Saisonabschluss auf dem Euroderby-International in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes und der Millionenstadt Lyon

Bevor es für den Ausbildungs- und Turnierstall Ludwig Quarter Horses (LQH) in der kommenden Woche (1. bis 5. November) zum Saisonabschluss nach Lyon (Frankreich) zum Euroderby-International geht, zog der Cheftrainer vom Schwantelhof Grischa Ludwig ein kurzes Fazit der letzten Turniere. 

Auf der NRHA-Futurity im oberpfälzischen Kreuth belegte im Open-Finale für vierjährige Pferde der Baden-Württemberger Grischa Ludwig (Bitz) die Plätze fünf und sechs. Beim überlegenden Sieg der Belgierin Ann Fonck, deren Finallauf mit „Shiners Voodoo“ von den Juroren mit einer 228 belohnt wurde, ließ die sympathische Reinerin ihren 29 Konkurrenten nicht den Hauch einer Chance.

Grischa Ludwig belegte zuvor nach zwei Vorläufen im Sattel von „Whiz N Spook“, der im Besitz von Margot van Doorne (Niederlande) steht, und „Whiz Shining Style“, Besitzerin ist Stephanie Künzli (Schweiz), die Plätze acht und 13. Im Finale steigerte sich jedoch der zweifache WM-Silbermedaillengewinner. Seine Vorstellungen im weiten Rund der Ostbayernhalle wurden auf „Whiz Shining Style“ mit 220 Punkten bewertet, Platz fünf, und mit „Whiz N Spook“ (219,5) reihten ihn die Wertungsrichter auf den sechsten Rang im Endklassement ein.

Hinter der Siegerin Ann Fonck sicherte sich der Österreicher Markus Gebert, der „Whiz A Lot“ aufgezäumt hatte, mit der Wertnote 224,5 Platz zwei. Zwei weitere belgische Reiner(in) folgten auf den Rängen drei und vier: Europameister Bernard Fonck auf „Misseduittinseltown“ mit einer 222,5, und die Cheftrainerin der Schumacher CS Ranch Cira Baeck erhielt 220,5 Punkte. „Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden“, sagte Grischa Ludwig der jedoch einräumte, dass er „die Pferde vielleicht zu wenig abgeritten habe, aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer.“

Bereits auf der Futurity in Wiener Neustadt (Österreich) konnte sich der Cheftrainer vom Schwantelhof in Bitz für die Finalläufe für drei- und vierjährigen Pferde qualifizieren. In beiden Wettbewerben belegte Grischa Ludwig auf „A Shining Gun“ (219) sowie im Sattel von „Whiz Shining Style“ (224,5) den sechsten Rang. Es siegten Lukas Brucek (Tschechien, 224 Punkte) mit „Magio Gallo“ und Massimiliano Ruggeri (Italien, 228,5), der „Wimpy Magrita“ aufgezäumt hatte. Ferner wurde Ludwig mit „Mr. King of Gun“ (220,5) von den fünf Richtern auf den 13. Platz eingereiht. LQH-Trainerin Julia Schumacher, die auf der EM 2017 mit einer Silber- und Bronzemedaille dekoriert wurde, erhielt im Finallauf mit „Just D Wright Stuff“ eine 218er-Wertungsnote.

Ein weiteres Highlight im Turnierkalender des LQH-Ausbildung- und Turnierstalls war in der Fuggerstadt Augsburg die -Americana-. Auf der im zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragenen Messe mit Westernreitveranstaltung notierten die Veranstalter 51.300 Besucher. Zum Auftakt der Open-Reining-Wettbewerbe stand der Vorlauf zur Weltcup Bronze Trophy auf dem Programm. Hier feierte Cira Baeck mit „KR When in Rome“ und „Gunners Snappy Chic“ einen Doppelsieg. Mit beiden Vierbeinern erhielt die Belgierin je 221,5 Punkte und verwies damit das Fonck-Ehepaar (Bernard und Ann) mit „What A Wave“ (221) und „Gunnerlicious“ (220) auf die folgenden Plätze zwei und drei. Grischa Ludwig (Bitz) musste sich in dieser Prüfung auf „Nu Chexomatic“ (219) mit Rang acht begnügen.

Im Finale steigerte sich dann der Baden-Württemberger mit „Nu Chexomatic“ um satte Zähler auf 230 Punkte. Er musste lediglich Europas Nummer eins, Bernard Fonck (Belgien), im Sattel von „What A Wave“ und einer 231er-Wertung den Vortritt lassen. Der 10-jährige Quarter Horse Wallach „Nu Chexomatic“ steht im Besitz von Jacpoint Quarter Horses und kam über den LQH-Turnierstall nach Lermoos (Tirol, Österreich). Besitzerin Tina Künstner Mantl, die 2016 bei den FEI World Reining Championships mit dem Vierbeiner zwei Bronzemedaillen gewann, sagte: „Nu Chexomatic ist ein unglaubliches Pferd, einfach fantastisch.“ Auch Grischa Ludwig lobte den Vierbeiner: „Ich habe den Wallach nach dem Verkauf vielleicht drei- oder viermal geritten und dann ist uns nach der langer, langer Zeit dieser großartige Lauf gelungen. Einfach sensationell. Obendrein kommt auch noch die 230er-Wertung – und nebenbei bemerkt: die Erste in meiner Karriere.“ 

Zum Schluss erklärte Grischa Ludwig: „Insgesamt gesehen bin ich zufrieden mit dem bisher Erreichten. Aber es geht auch sicherlich noch besser. Die -Americana- war wieder einmal eine Klasse für sich – und das Niveau der Teilnehmer beachtlich hoch. Überdies war die Messe mit wieder einmal sehr, sehr gut besucht. Außerdem gab es ein erstklassiges Reitsportprogramm wo die Elite der Westernreiter ihr Können unter Beweis stellen konnten.“ 

Und da nach dem Turnier ist vor dem Turnier, bereitet sich der Schwabe jetzt intensiv auf die Internationale Veranstaltung in der Millionenstadt Lyon vor. Übrigens: Der deutsche Ausnahme- und Vorzeigespringreiter Ludger Beerbaum (Riesenbeck) hatte schon immer dieses Turnier in Lyon in seinem Terminkalender eingetragen. „Lyon“, sagt einst der viermalige Olympiasieger, „das ist schon eine riesige Hausnummer.“ … Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

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