Rock my Love ist die Queen von Iffezheim – Markus Klug dominiert auch den Preis der Winterkönigin

Baden-Baden: Championtrainer Markus Klug dominiert die Großereignisse für zweijährige Pferde im deutschen Galopprennsport. Eine Woche nach dem Erfolg mit Erasmus im Preis des Winterfavoriten in Köln beherrschte der in Köln-Rath-Heumar ansässige Coach auch das Pendant für die jungen Stuten mit der Siegerin Rock my Love an der Spitze: Im Ittlingen – Preis der Winterkönigin (Gruppe III, 105.000 Euro, 1.600 m)am Sonntag vor 5.065 Zuschauern in Baden-Baden-Iffezheim hatte er vier Kandidatinnen gesattelt und belegte am Ende mit diesen die Plätze eins, zwei, vier und sechs. Zur allseits erwarteten Gewinnerin avancierte die im Besitz des Iffezheimer Omnibus-Unternehmers Günter Merkel stehende Rock my Soul (19:10).

Die bei drei Starts nun ebensooft erfolgreiche Holy Roman Emperor-Tochter aus der Zucht von Ralf Kredel beherrschte unter Adrie de Vries, der nun seinen Winter-Trip nach Dubai starten wird, vom Start bis ins Ziel bei strömendem Regen die Konkurrenz und katapultierte mit den nun verdienten 60.000 Euro ihre Gewinnsumme auf 77.500 Euro.

De Vries ließ sich auf dem schweren Boden auf keine taktischen Geplänkel ein und bestimmte das Tempo an der Spitze selbst. Kurz schien die auf diesem Untergrund in ihrem Element befindliche Trainingsgefährtin Suada gefährlich und lief auch bis auf eine dreiviertel Länge an Rock my Love heran, aber die mit immenser Klasse ausgestattete Favoritin legte noch einmal entscheidend zu.

Adrie de Bries über die neue Winterkönigin: „Ich wusste immer, dass ich Rock my Love reiten würde. sie ist eine tolle Stute. Eigentlich wollte ich nicht vorne gehen, aber sie kam gut vom Start und ist dann sehr relaxed galoppiert. Wir wollten auf dem schweren Boden nicht kämpfen. Sie ist schon etwas über ihren Leistungshöhepunkt in diesem Jahr hinweg, hat aber wegen ihrer Klasse gewonnen und viel Charakter gezeigt.“

Trainer Markus Klug konnte natürlich hochzufrieden sein mit dem Doppelsieg: „Die Winterkönigin kam für Rock my Love eigentlich zwei Wochen zu spät, denn ihr Haarwechsel hat begonnen. Gearbeitet hatte sie am Montag aber sehr gut, so dass ich trotzdem Mumm hatte. Die einzigen Bedenken waren, ob ihre Form kippen würde. Aber sie ist so gut, dass sie dies kompensieren konnte. Suada ist unglaublich gesteigert, sie hatte ja schon in Dortmund zuletzt gezeigt, dass sie den Boden mag. Ich freue mich auch sehr für ihre Besitzer.“

Nach großem Startverlust machte Angelita noch viel Boden gut und wurde Dritte vor Dina und Cabarita. „Leider schnellte die Boxentür am Start wieder zurück“, bedauerte Jockey Daniele Porcu.

Erster Gruppesieg für Navaro Girl

Ihren ersten Gruppesieg feierte die dreijährige Stute Navaro Girl (36:10) im Final-Highlight, der Baden-Württemberg-Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m). Unter dem Italiener Daniele Porcu entfachte die wie Winterkönigin Rock my Love von Holy Roman Emperor stammende Lady aus dem Kölner Stall von Peter Schiergen als Mitfavoritin im kleinen Fünferfeld von vierter Position aus mächtigen Speed und schob sich damit noch locker mit anderthalb Längen an den Gegnern vorbei.

32.000 Euro waren der Lohn für den Stall Nizza des Freiburger Privatbankiers Jürgen Imm als Besitzer. „Wir wussten, dass sie den Boden kann und waren guter Hoffnung. Aber sie traf ja auf gute Hengste. Wahrscheinlich bleibt sie auch 2018 im Rennstall“, sagte Imm.

„Es war alles gut und hat bestens gepasst“, fügte Trainer Peter Schiergen an, während Jockey Daniele Porcu meinte: „Navaro Girl hat ein Riesenherz und ist sehr ehrgeizig. Es lief alles perfekt für uns.“

Devastar gestaltete die Partie länger offen und hielt sich als Zweiter wieder bestens. „Er ist ein äußerst treues Pferd. Nun steuern wir den Niederrhein-Pokal in zwei Wochen in Krefeld an“, verriet sein Betreuer Markus Klug.

Matchwinner, der im Preis der Deutschen Einheit noch vor Navaro Girl gewesen war, kam von letzter Stelle nur noch auf Rang drei. „Es war nicht genug Tempo, und dann galoppierte er an der ungünstigen Innenseite“, meinte sein Trainer Axel Kleinkorres. Der Favorit Palace Prince musste als Vierter bald passen. „Er ist mental schon in der Winterpause“, kommentierte Höny-Hofs Gestütsleiter Simon Minch. Promise of Peace sorgte für die Fahrt, hatte aber bald ausgespielt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.