WM Junge Vielseitigkeitspferde: Gold und Silber für deutsche Pferde

WM Junge Vielseitigkeitspferde: Gold und Silber für deutsche Pferde

Le Lion d’Angers/FRA (fn-press). Gold und Silber für Pferde aus deutscher Zucht – das war das Ergebnis der Weltmeisterschaft der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde im französischen Le Lion d’Angers. Bei den Siebenjährigen landete der Holsteiner Vitali als bestes deutsches Pferd auf Platz sechs.

Es war ein Start-Ziel-Sieg für den sechsjährigen Hannoveraner Wallach Monkeying Around (v. Bertoli W – Donnerhall aus der Zucht von Christian Heinrich, Staffhorst) und seine britische Reiterin Isabelle „Izzy“ Taylor. Das Paar beendete die internationale Ein-Stern-Prüfung (CCI1*) ohne Zeit- und Hindernisfehler im Gelände und Parcours mit seinem Dressurergebnis von nur 37,6 Minuspunkten und verwies damit Paul Tapner mit Bob Chaplin auf den Silberrang. Der Australier und sein in Großbritannien gezogener Rapphengst, ein Deutsches Sportpferd von Cashell – Silver Jasper, kam am Ende auf 38,1 Minuspunkte. Den dritten Rang belegte der Franzose Thomas Carlile mit der Selle Francais-Stute Birmane mit 42,0 Minuspunkten. Als bestes deutsches Paar beendeten Stephanie Böhe (Soderstorf) und der Trakehner Amazing Prince, Vorjahres-Bundeschampion v. Prince Patmos – Heraldik xx (Züchter: Philipp GbR; Neuhausen), die WM der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde auf Platz 14. Auch sie brachten ihr Dressurergebnis von 48,4 Minuspunkten nach Hause und ließen damit ihre deutschen Mitstreiterinnen Rebecca-Juana Gerken (Rümpel) mit der Holsteiner Stute Day of Glory von Connor – Exorbitant xx und Marina Köhncke (Badendorf) mit dem Holsteiner Wallach Costbar von Clarimo – Contender hinter sich. Zwei Zeitstrafpunkten im Gelände und ein Abwurf im Springen kostete den aktuellen Bundeschampion einen Platz in den Top Ten (52,4 Minuspunkte/Platz 17), bei Gerken und Day of Glory waren es zwei Fehler im Parcours (51,9 Minuspunkte/Platz 16). Beide Pferde stammen aus eigener Zucht.

Auch bei den Siebenjährigen sah es nach Dressur und Gelände nach einem Sieg für die deutsche Pferdezucht aus. Dank der besten Dressur und nur wenigen Zeitstrafpunkten führte der Neuseeländer James Avery mit dem Holsteiner Vitali (v. Contender – Heraldik xx aus der Zucht von Günther Fielmann, Schierensee) vor dem Springen das Feld des CIC2* an. Allerdings erwies sich der Parcours als sehr selektiv. Neun Strafpunkte warfen das Paar auf den sechsten Platz zurück (52,6 Minuspunkte). Das Rennen machte stattdessen der Franzose Astier Nicolas mit dem Anglo-Araber Alertamalib’Or, der die WM mit seinem Dressurergebnis von 44,6 Minuspunkten beenden konnte. Izzy Taylor, gerade erst Siegerin im CCI1*, landete mit Direct Cassino ihren zweiten Coup. Dank einer Nullrunde im Springen sicherte sie sich die Silbermedaille (47,1) vor dem Neuseeländer Andrew Nicholson mit Yacabo BK (47,7). Als bestes deutsches Paar beendete Frank Ostholt (Warendorf) mit dem selbst gezogenen Westfalen Jum Jum (v. Jaguar Mail – Papi’s Boy xx) die WM auf dem neunten Platz (55,2). Auch er kam fehlerfrei durch die Geländestrecke, musste aber neun Strafpunkte im Springen einstecken.

In der Zuchtbuchwertung, für die jeweils ihre besten drei WM-Teilnehmer gewertet werden, führen die mit 22 Pferden auch zahlenmäßig dominierenden Irischen Sportpferde an vor den Vertretern des Zuchtbuchs Deutsches Sportpferd, die vier Pferde am Start hatten. Neben dem zweitplatzierten Bob Chaplin punktete bei den Sechsjährigen auch der in Brandenburg gezogene Rafiki unter dem Sattel des Belgiers Geert Adriaensen (Platz 14) sowie die in Bayern gezogene Conthargos-Tochter Jadore Moi, die im CIC2* von Sophie Leube vorgestellt wurde (Platz 17). Der dritte Platz bleibt bei den Selle Francais in Frankreich. Die deutschen Zuchtverbände Holstein und Hannover beendeten die WM auf den Plätzen fünf bzw. sechs.

Alle Informationen unter www.mondialdulion.com.

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