Landtag leitet Verbot der Pferdesteuer in Schleswig-Holstein ein

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Kiel (fn-press). Die Pferdehalter Schleswig-Holsteins können leise Hoffnung schöpfen, künftig von der Pferdesteuer verschont zu bleiben. Der Landtag des nördlichsten Bundeslandes hat am Mittwoch in erster Lesung einen Gesetzentwurf zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes und damit zum Verbot der Pferdsteuer auf den Weg gebracht.

„Wir freuen uns, dass die Landesregierung Schleswig-Holsteins ihre Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag, ein Gesetz zum Verbot der Pferdesteuer auf den Weg zu bringen, nun wahr gemacht hat. Das ist eine frohe Botschaft für alle Pferdefreunde in Schleswig-Holstein und ein starkes Signal an andere Landesregierungen“, sagte Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein und Vizepräsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Im Juni 2017 beschloss die Gemeindevertretung des schleswig-holsteinischen Tangstedts trotz massiven Widerstands der Bevölkerung die Einführung der Pferdesteuer. Bereits vor dem Beschluss hatte die neue Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen angekündigt, ein Gesetz zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes und damit zum Verbot der Pferdsteuer auf den Weg zu bringen.

Laut einer Information des Landtags sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) dazu: Der Reitsport in Schleswig-Holstein habe nicht nur im Spitzensport eine besondere Bedeutung, sondern auch im Breitensport „mit seiner herausragenden Jugendarbeit“. Er diene der Gesunderhaltung, biete Kindern und Jugendlichen besondere Landschafts- und Naturerlebnisse, locke reitbegeisterte Touristen nach Schleswig-Holstein und ermögliche landwirtschaftlichen Betrieben die Verbesserung ihres Einkommens durch Pferdezucht. „Der landesweite Ausschluss der Erhebung einer Pferdesteuer ist aus meiner Sicht aus diesen Gründen gerechtfertigt.“

Auch Stefan Holowaty von der FDP-Fraktion bezog im Parlament Stellung zum Gesetzentwurf. Er sagte in seiner Rede: „Es kann doch nicht sein, dass eine einzelne Gruppe quasi willkürlich herausgepickt und mit einer neuen Steuer belegt wird, um gemeindliche Finanzierungslücken zu schließen.“

Die kommunalpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau, sagte am MIttwoch unter anderem: „Wir fördern mit dem vorliegenden Gesetzentwurf den Pferdesport. (…) Reiten – vom Freizeit- bis zum Turniersport – wird von vielen Tausend Menschen jeden Alters in Schleswig-Holstein ausgeübt. Wir sind mit 33 Pferden pro 1.000 EinwohnerInnen das Land mit der höchsten Pferdedichte in ganz Deutschland. Und es sind bei Weitem nicht nur Menschen mit hohen Einkommen, die reiten, sondern es sind zum großen Teil BreitensportlerInnen, die in Gruppen oder Einzeln ihr Glück auf dem Rücken der Pferde suchen. Kinder, Jugendliche oder auch ältere Menschen betreiben Reitsport in ihrer Freizeit und das wollen wir gerne unterstützen. Wir Grüne haben ein Herz für den Breitensport und können uns daher dem Argument gerne anschließen, Freizeitsport nicht zu besteuern. Sport und die Verbundenheit mit der Natur wollen wir gerne fördern.“

Die vollständigen Redebeiträge der Abgeordneten können Sie hier nachlesen: www.ltsh.de/presseticker/

Nach den Informationen des Landtags hält nur die SPD den vorliegenden Gesetzentwurf für einen massiven und unbegründeten Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) machte außerdem Rechtsbedenken geltend. Dennoch hat das Parlament den Gesetzentwurf an den Innen- und Rechtsauschuss überwiesen, der sich nun damit befassen wird.

Mit Blick auf die starken Argumente der Regierungsparteien sagte Dieter Medow: „Der heutige Tag hat gezeigt, dass sich das demokratische Engagement aller für unsere Pferde in Schleswig-Holstein lohnt.“ jbc

Alle Informationen zur Pferdesteuer finden Sie hier: www.pferd-aktuell.de/pferdesteuer 

Hannovers bester Botschafter – Privatbeschäler De Niro eingegangen

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Medingen. Am Morgen des 11. Oktobers musste der Privatbeschäler De Niro eingeschläfert werden. „Das gesamte Klosterhof-Team ist sehr traurig über den Verlust dieses einzigartigen Hengstes.“ So steht es auf der Homepage des Klosterhofs Medingen. Der 24-jährige Donnerhall/Akzent II-Sohn hat in den vergangenen Jahren dem Dressursport weltweit seinen Stempel aufgedrückt. Er war Hannovers bester Botschafter in aller Welt!

Im Mai 1993 erblickte De Niro bei Brigitte Pahl in Fockbek das Licht der Welt. Die Laufbahn des Donnerhall/Akzent II-Sohnes begann auf dem Hengstmarkt 1995 in Verden. Dort wechselte er in den gemeinschaftlichen Besitz von Burkhart Wahler und Tönne Böckmann. Sie bereiteten den Weg für eine einzigartige Karriere. Von Anfang an genoss De Niro, der mit einer sehr guten Hengstleistungsprüfung seine Vererberkarriere begann, das Vertrauen der Züchter. Verkaufserfolge auf den Fohlen- und Reitpferde-Auktionen waren ein Vorbote für das, was noch kommen sollte. Sportlich lebte De Niro es seinen Kindern vor. Selbst erfolgreich bis Grand Prix ist sein größter Erfolg sicherlich der Sieg im deutschen Dressurderby 2003 mit Dolf-Dietram Keller.

15-jährig wurde De Niro 2008 die größte Ehre zuteil, die der Hannoveraner Verband an einen Hengst zu vergeben hat – Die Auszeichnung als Hannoveraner Hengst des Jahres. Seinen Nachkommen gab er alles mit, was der moderne Dressursport verlangt. 2012 war De Niro im WBFSH-Ranking zum ersten Mal die weltweite Nummer eins der Dressurpferdevererber. Eine Auszeichnung, die ihm bis 2016 drei weitere Male, also vier Mal in fünf Jahren, zuteil wurde. Medaillenträger wie Desperados FRH (Z.: Claus Schütt, Hemmoor) mit Kristina Bröring-Sprehe, D’Agostini FRH (Z.: Klaus Lahmann, Dassendorf) mit Fabienne Lütkemeier, Dablino FRH (Z.: Weert-Arnold Sweers, Krumhörn) mit Anabel Balkenhol oder der Westfale Delgado mit Beatriz Ferrer-Salat stehen an der Spitze eine unendlich langen Reihe von GrandPrix-erfolgreichen Pferden.

Der Klosterhof verabschiedet sich von einem Weltstar. „De Niro hinterlässt eine große Lücke. Wir sind diesem herausragenden Hengst und wunderbaren Pferd dankbar für zwei Jahrzehnte, in denen er den Klosterhof Medingen weltweit repräsentiert.“ De Niro hat aber nicht nur den Klosterhof Medingen weltweit repräsentiert. Er war der beste Botschafter der Hannoveraner Dressurpferde-Zucht seiner Zeit in der Welt.

 

Landgestüt Dillenburg: Ende des Hengstverkaufs gefordert

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Dillenburg (fn-press). Die Stadtverordnetenversammlung Dillenburgs hat gestern Abend eine Resolution verabschiedet, mit der sie die Hessische Landesregierung und insbesondere das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auffordert, die Entscheidung über den sofortigen Verkauf aller im Landgestüt Dillenburg beheimateten Hengste auszusetzen. 

Alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, mit Ausnahme der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, haben die Resolution einstimmig beschlossen. Sie finden den Text hier im Wortlaut:
www.dillenburg.de/media/Start%20und%20Aktuelles/Resolution%202017_10_05.pdf

Zum Hintergrund erklärt die Stadt Dillenburg:
Am 17. August 2017 nahmen Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie die Fraktionsvorsitzenden auf Einladung der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz an einem Gespräch in Wiesbaden teil. Dort teilte Frau Hinz den Dillenburger Gästen mit, dass die Schließungsentscheidung vom Juni 2017 zurückgenommen werde, man allerdings den Zuchtbetrieb aufgeben werde. Zwecks Formulierung von Zielen für die Zukunftssicherung zeigte sie sich für gemeinsame Gespräche offen.

Zu den teilweise in den sozialen Medien kursierenden Gerüchten, die Stadt Dillenburg habe sich hier auf einen „Kuhhandel“ eingelassen oder gar einen „Vertrag“ unterschrieben, teilen wir mit, dass es weder einen solchen Vertrag gibt, noch wir uns zu irgendeinem Zeitpunkt mit der Entscheidung der Ministerin, den Zuchtbetrieb aufzugeben, einverstanden gezeigt haben. Die Entscheidung von Frau Hinz, den Zuchtbetrieb aufzugeben, wurde uns MITGETEILT, ohne dass wir dazu eingebunden wurden.

Nach unserer Auffassung ist die Zuchtaufgabe in keinster Weise erforderlich. Dies belegen die mehrfach zitierten Fachgutachten eindeutig. Daher hat Bürgermeister Michael Lotz seit dem Gespräch Mitte August in Wiesbaden drei verschiedene Stellen im Ministerium angeschrieben: den Ministerpräsidenten Volker Bouffier, das Hessische Umweltministerium und die Fachebene, den Landesbetrieb. Hier baten wir um die Aufnahme der bereits angekündigten, gemeinsamen Gespräche zur Zukunftssicherung des Landgestüts, beispielsweise durch einen zu gründenden Beirat, der sich aus Vertretern der Pferdeverbände, des Denkmalschutzes, des Tierschutzes, aus touristischen Fachleuten usw. zusammensetzen könnte und der je nach Themenfeld dazu konkrete Konzepte erarbeitet. Bis heute haben wir auf unsere Schreiben keinerlei Antwort erhalten, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung. Auf mehrfache telefonische Nachfrage von Bürgermeister Michael Lotz wurde uns von Wiesbaden mitgeteilt, dass man die Schreiben erhalten habe und wir noch eine Antwort erhalten, was bis heute allerdings nicht der Fall ist.

Mit der heute verabschiedeten Resolution möchten wir noch einmal öffentlich deutlich machen, wie wichtig uns das Thema ist und dass wir weiter entschlossen um das Landgestüt und die Erhaltung des Zuchtbetriebes kämpfen. Wir bedanken uns außerordentlich herzlich für die große Unterstützung aus der Bevölkerung und von allen Freunden, denen das Landgestüt genauso am Herzen liegt, wie uns.

LPO 2018: Das ändert sich im Voltigieren

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Warendorf (fn-press). Die neue Leistungsklasse sieben und geänderte Richtverfahren: Die neue Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO 2018) bringt für die Voltigierer einige Veränderungen. Was sich ab 1. Januar 2018 alles ändert, ist hier zusammengestellt.

Eine wesentliche Neuerung für die Voltigierer für 2018 ist die Einführung eines E-Programms. In Pilotprojekten in Westfalen hat sich das Programm bereits seit einigen Jahren bewährt. Wie in anderen Pferdesportdisziplinen soll die Klasse E als Einstiegsklasse auch im Voltigieren den Übergang von breitensportlichen Turnieren nach der Wettbewerbs-Ordnung (WBO) in den Turniersport erleichtern. Teilnehmer am E-Programm werden in die neue Leistungsklasse sieben (LK 7) eingruppiert. Allerdings: Die Aufnahme des E-Programms ist eine „Kann-Bestimmung“. Das bedeutet, dass die Entscheidung über eine Einführung bei der jeweiligen Landeskommission liegt. Generell ist die Startberechtigung in Klasse E auf zwei Jahre begrenzt. Gruppen können auch weiterhin direkt in Klasse A einsteigen.

Neu ist auch, dass Voltigierer in den Klassen E bis L Übungen ab Januar sowohl auf der linken als auch auf der rechten Hand im Handgalopp ausführen können – und nicht wie zuvor nur auf der linken Hand im Handgalopp. Außerdem müssen Voltigierer ab 2018 innerhalb von 30 Sekunden nach Startfreigabe mit der Vorführung beginnen – zuvor hatten die Voltigierer 60 Sekunden Zeit.

Veränderungen gibt es ab 2018 auch bei den geforderten Aufstiegsnoten für den Übergang in eine höhere Leistungsklasse. Dies hängt damit zusammen, dass im Rahmen der Überarbeitung des Aufgabenhefts Voltigieren für 2018 neue Gestaltungskriterien für die Kür festgelegt wurden. Danach kann künftig in allen Klassen eine Höchstwertnote von 10,0 erreicht werden und nicht wie bisher nur 5,0 bei A-Gruppen und 7,0 bei L-Gruppen.

Ab 2018 nur noch getrenntes Richten
Eine weitere wichtige Neuerung: Das gemeinsame Richtverfahren wird abgeschafft. In allen Leistungsklassen ist zukünftig das getrennte Richtverfahren vorgeschrieben. Es werden bis zur Klasse L mindestens zwei Richter eingesetzt, die an getrennten Positionen sitzen. Ab Klasse M sind – wie bereits vor 2013 – wieder mindestens drei und maximal sechs Richter vorgeschrieben. Zudem kommt, was im internationalen Turniersport und bei Deutschen Meisterschaften längst Standard ist: das „Job-Sharing“. Ab Klasse M können die Richter die Aufgaben untereinander aufteilen. In der Pflicht beobachten beispielsweise bei sechs Richtern zwei das Pferd und vier die Pflicht. In der Kür bewerten zwei Richter das Pferd, zwei die Schwierigkeit und Kürausführung sowie zwei weitere Richter die Kürgestaltung. Die Aufteilung erfolgt gemäß FN-Merkblatt „Richter-Rotation“. Dieses „Job-Sharing“ wurde im Laufe dieses Jahres bereits erfolgreich als Pilotprojekt in vielen Landesverbänden erprobt. Es soll die Qualität der Beurteilung verbessern, da sich die Richter nur noch auf einen Sachverhalt konzentrieren müssen.

Ab 2018 auch Doppelvoltigieren für Junioren
Um Nachwuchs im Doppelvoltigieren zu gewinnen, gibt es mit der neuen LPO 2018 nun auch Doppelvoltigieren für Junioren. Das bietet gerade Nachwuchs-Voltigierern einen behutsameren Aufbau für den Einstieg in den Doppelvoltigiersport und die Hinführung zum Leistungs- und Spitzensport. Junior-Doppelvoltigierer werden im laufenden Kalenderjahr mindestens 12 und höchstens 18 Jahre alt. Dafür wird das Alter der Doppelvoltigierer im „Senior“-Sport auf mindestens 14 Jahre, statt wie bisher 12 Jahre, angehoben.

Ab 2018 dürfen Junior-Voltigierer pro Wettkampftag höchstens in zwei Voltigier-Leistungsprüfungen starten. Diese neue Regelung soll sie in der Wachstumsphase vor Überbelastungen und Verletzungen schützen.

Auch bezüglich des Alters der Pferde gibt es Änderungen: In Gruppenvoltigier- und Doppelvoltigier-Leistungsprüfungen sind ab 2018 nur noch siebenjährige und ältere Pferde zugelassen. In Einzelvoltigier-Leistungsprüfungen sind, wie bisher, sechsjährige und ältere Pferde startberechtigt. Mit dieser Änderung wird dafür Rechnung getragen, dass die Anforderungen an das Pferd seiner altersmäßigen Entwicklung entsprechen.

Die neue LPO konkretisiert außerdem, welche Zäumungen, Gebisse und Reithalfter erlaubt sind sowie welches weitere Zubehör und welche sonstige Ausrüstung im Voltigieren zugelassen ist. Dies gilt auch für die Bestimmungen für den Vorbereitungsplatz. Hier sind ab 2018 ausschließlich Lauffer-/Dreieckszügel, Gogue, Chambon, Doppellonge und Nasennetz (Nosecover) erlaubt. Beim vorbereitenden Longieren mit einem Voltigierer sind nur Lauffer-/ Dreiecks- und/oder Ausbinderzügel erlaubt. K. Terharen/M. Köster/Hb

Weltcup Fahren 2017/18: Auftakt in Stuttgart

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Stuttgart (fn-press). Für die Vierspännerfahrer startet mit dem Weltcup die Hallensaison. Die erste von insgesamt sieben Stationen ist vom 15. bis 19. November bei den German Masters in Stuttgart. Georg von Stein aus Modautal in Hessen ist der einzige deutsche Teilnehmer beim Weltcup der Vierspänner.

Für diese 17. Weltcup-Saison haben sich die besten zehn Vierspännerfahrer empfohlen, die auf ausgewählten internationalen Fahrturnieren in der Sommersaison Punkte gesammelt haben. Mit 66 Punkten auf Platz sieben qualifizierte sich Christoph Sandmann (Lähden) als bester deutscher Vierspänner für den Weltcup – er verzichtet allerdings wie schon im Vorjahr auf den Start. Der selbstständige Speditionskaufmann will sich im Winter vermehrt um seine Firma kümmern. Da von jeder Nation nur maximal drei Fahrer am Weltcup teilnehmen dürfen, kann Theo Timmermann, der als vierter niederländischer Fahrer Platz elf (60 Punkte) belegt, nicht starten. So rückt Georg von Stein, der mit 58 Punkten hinter Timmermann auf Platz zwölf der Qualifikationswertung liegt, nach und nimmt an der Hallensaison teil.

Die German Masters in Stuttgart sind die erste Station für die Vierspännerfahrer. Die ist hochkarätig besetzt: Neben Georg von Stein, der bei den Europameisterschaften 2017 in Göteborg Team-Silber gewonnen hat, starten hier der mehrfache Weltcup-Sieger und Weltmeister Boyd Exell aus Australien, der amtierende Europameister Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden, der Vize-Europameister Edouard Simonet aus Belgien, der US-Amerikaner Chester Weber und der Franzose Benjamin Aillaud.

In Stuttgart beginnt der erste Umlauf am Freitag, 17. November, um 20 Uhr mit einer Einlaufprüfung. Am Samstag um 13 Uhr geht es dann in der Hanns-Martin Schleyer Halle im Zeithindernisfahren in zwei Umläufen um die ersten Punkte der neuen Saison im FEI-Weltcup. Dabei werden Hallenkurse gefahren, die sich aus einer Kombination von klassischen Kegelhindernissen aus dem Hindernisfahren und festen Naturhindernissen, die sonst Bestandteile der Geländefahrt sind, zusammensetzen.

Nach der ersten Station in Stuttgart wird Georg von Stein noch vom 1. bis 3. Dezember in Stockholm in Schweden, vom 7. bis 10. Dezember in Genf in der Schweiz und vom 26. bis 30. Dezember in Mechelen in Belgien an den Start gehen. Weitere Station des Hallenweltcups der Vierspänner sind vom 2. bis 3. Dezember in Budapest/HUN, vom 12. bis 18. Dezember in London/GBR und vom 18. bis 21. Januar in Leipzig. Die besten sechs Fahrer der Qualifikationsphase lösen das Ticket für das Finale vom 2. bis 4. Februar in Bordeaux in Frankreich. evb

Weitere Informationen unter https://inside.fei.org/fei/events/world-cups/driving

Wolfgang Jung wird 65

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Neustadt/Dosse (fn-press). Am 12. November feiert der Präsident des Zuchtverbands Brandenburg-Anhalt Wolfgang Jung (Groß Behnitz) seinen 65. Geburtstag.

Der 1952 im altmärkischen Engersen geborene und in Groß Behnitz bei Nauen beheimatete Landwirt ist von Kindesbeinen an mit Pferdesport und Pferdezucht vertraut. Nach seinem Studium etablierte er die Pferdezucht in dem Landwirtschaftsbetrieb, in dem er leitend tätig war, und engagiert sich seit dessen Neugründung 1991 im Pferdezuchtverband Berlin-Brandenburg, zunächst als Rassevertreter Warmblut und als Körkommissar. 2004 wurde er zum Vorsitzenden gewählt und wurde im selben Jahr auch Mitglied im Präsidium des Pferdesportverbandes Berlin-Brandenburg. Als Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes setzte sich Jung für die Fusion Berlin-Brandenburgs mit Sachsen-Anhalt ein und war einer der „Väter“ des gemeinsamen Ursprungszuchtbuches Deutsches Sportpferd (DSP) mit den südlichen Nachbarn in Sachsen-Thüringen. Auch die Entwicklung des Schaufensters der Besten zum international beachteten Zucht-Highlight in Neustadt/Dosse gehört mit zu seinen Verdiensten. Mit dem Beitritt Brandenburg-Anhalts zur Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Verbände (AGS) kam ein weiteres wichtiges Projekt hinzu. Von 2005 bis 2009 war Wolfgang Jung Mitglied im Vorstand Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), des Weiteren ist er seit Jahrzehnten in seiner Kommune ehrenamtlich u.a. als Ortsvorsteher tätig sowie im Bauernverband aktiv. Für seine Verdienste wurde der renommierte Pferdezüchter mit der Ehrennadel in Gold des Pferdezuchtverbandes Berlin-Brandenburg (2011) sowie der Gustav-Rau-Medaille der FN (2012) ausgezeichnet. Hb

Friedrich Hermecke wird 75

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Castrop-Rauxel (fn-press). Am 8. November feiert Friedrich Hermecke (Castrop-Rauxel), ehemaliger Landesjugendwart und westfälischer Delegierter der Persönlichen Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), seinen 75. Geburtstag.

Während seines Studiums zum Diplom-Ingenieur in der Studentenreiterei sehr aktiv und im Springen wie in der Dressur bis zur schweren Klasse hoch erfolgreich, widmete sich Friedrich Hermecke später der Richterei bis zum Grand Prix. Große Verdienste hat er sich um die Jugendarbeit des Provinzialverbandes Westfalen erworben. Rund 17 Jahre lang – von 1987 bis 2004 – war er im Präsidium des Provinzialverbandes als Jugendwart für die Belange der Vereinsjugend tätig. In seiner Amtszeit sorgte er u.a. für die Weiterentwicklung des Landesstützpunktsystems zu einem flächendeckenden Angebot in Westfalen, führte auf Landesebene Nachwuchschampionate in allen Disziplinen ein und trug zur Entwicklung von Prüfungsangeboten für Nachwuchsreiter aller Altersklassen auf Landes- und Bundesebene bei. Darüber hinaus engagierte er sich bei der Erarbeitung von Konzepten zur Motivation junger Menschen für das Ehrenamt sowie der Installation des westfälischen Jugendsprecher-Teams JustWe. Im Jahr 2004 wurde er für seine Verdienste mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet. Hb

Hans Jürgen Löhmann wird 80

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Asendorf (fn-press). Seinen 80. Geburtstag feiert am 6. November Hans Jürgen Löhmann (Asendorf), ehemaliges Mitglied im Ausschuss und späteren Fachgremium Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und – von 2002 bis 2008 – ehrenamtlicher Vertreter der Abteilung Ausbildung im Vorstand Sport des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). 

1980 war der Landwirt und ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Nordmilch in Zeven Gründungsvorsitzender der Landesreitschule Hoya und ist seit 2008 deren Ehrenvorsitzender. Bis heute ist sein Name eng verbunden mit dem Neubau der Schule, der 1982 eingeweiht wurde. In seiner Jugend selbst in allen Disziplinen erfolgreich, war Hans Jürgen Löhmann nach 1965 vor allem am Richtertisch anzutreffen, unter anderem richtete er bei zahlreichen Deutschen Jugendmeisterschaften oder bei den Bundeschampionaten, zudem war er viele Jahre Prüfer bei Richter- und Trainerprüfungen. In der Deutschen Richtervereinigung war er bereits 1980 Mitglied im Ausschuss Jugend und hatte von 1992 bis 2008 den Vorsitz im Ausschuss Breitensport und Jugend inne. Nach seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenmitglied der DRV für Turnierfachleute ernannt. Für seine Verdienste verlieh ihm die FN im Jahr 2007 das Deutsche Reiterkreuz in Silber. Hb

Siegesritt von Toni Haßmann beim GROSSEN PREIS VON SACHSEN

Toni Haßmann siegt beim Großen Preis von Sachsen 2017(c)ACP Andreas Pantel
Der Große Preis von Sachsen lockte zur 15-jährigen Jubiläumsausgabe vom 27. bis 29. Oktober 2017 zahlreiche Besucher auf das Chemnitzer Messegelände. International erfolgreiche Reiter kämpften in packenden Springen um den Sieg und abwechslungsreiche Showprogramme zeigten die Facetten des Pferdesportes. 
Die Jubiläumsausgabe des Reitsportevents, präsentiert von der Deutschen Kreditbank AG und der micas AG, zeigte sich rundum hochkarätig. Das Starterfeld war zum 15. GROSSEN PREIS VON SACHSEN besetzt mit 160 Top-Reitern aus sechs Nationen, darunter Olympia-Medaillengewinner, Welt- und Europameister. Der Besuchermagnet und gleichzeitig Showhöhepunkt der Reitsportveranstaltung, die CHEMNITZER PFERDENACHT am Samstagabend, war restlos ausverkauft und begeisterte die rund 2.800 Zuschauer mit einem spektakulären Programm.
Beim GROSSEN PREIS VON SACHSEN standen am letzten Turniertag die Finals von drei Touren auf dem Prüfungsprogramm.In der Großen Tour um den „Großen Preis“ der micas AG stellte sich den Reitern ein anspruchsvoller Parcours. Nur die besten 11 Starter ohne Fehlerpunkte aus dem Umlauf erreichten die Siegerrunde und lieferten sich ein packendes Stechen. Als Marco Kutscher eine superschnelle Zeit vorlegte, schien der Sieger festzustehen. Doch der dreifache Derbysieger Toni Haßmann konnte als siebenter Starter mit Channing L diese Zeit noch unterbieten und holte sich den Sieg vor Marco Kutscher und Lennert Hausschild. 
Für den 41-Jährigen aus Lienen ist es der erste Sieg beim GROSSEN PREIS VON SACHSEN. „Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Für mich ist es ein hoch angesiedeltes Turnier und ich komme gern nach Chemnitz. Es ist ein super Publikum und ein tolles Turnier.“, so der sympathische Springreiter, der zu den Stammgästen des Reitturniers gehört. Nach der Siegerehrung drehte er eine rasante Ehrenrunde im funkelnagelneuen Mitsubishi, dem Ehrenpreis der Chemnitzer Mitsubishi Autohäuser Gering & Pfeiffer GmbH, Kraban und Pichel. Morgen geht es für ihn und seinem 9-jährigen Westfälischen Wallach Channing L weiter zum internationalen Springen nach Leszno.
Mit einer spannenden Entscheidung endete am Sonntag-Vormittag das erste Finale. In der Kleinen Tour wurde im Preis der Stahlbau Kunze GmbH und der WirtschaftsTreuhand Sachsen GmbH in einem Zwei-Phasen-S*-Springen der Sieger gesucht. Dominik Jahn ritt mit Santiago 185 eine fehlerfreie Runde und sicherte sich den Sieg vor Jörg Kreutzmann und Michael Symmangk. Im Finale der Amateurreiter-Tour erkämpfte sich Valentina Teich mit Casals 5 den ersten Rang vor Malte Laub (PSV Leisnig e.V.). 
„Der GROSSE PREIS VON SACHSEN hat erneut seine besondere Anziehungskraft bewiesen.“ freut sich Dr. Ralf Schulze, Geschäftsführer der Messe Chemnitz, über die große Resonanz bei Besuchern und Reitern. Vom 26. bis 28. Oktober 2018 wird der GROSSE PREIS VON SACHSEN erneut in der Messe Chemnitz ausgetragen.
Ergebnisse:
Springprüfung Nr. 11 Kl. S* („Letzte Chance“ Große Tour)
1. Abt.: 1. Oliver Klüsener mit Corinn 3, 0/30,42 (Fehler/Zeit); 1. Mathis Schwentker mit Louis Vuitton 22, 0/30,42; 3. Hans-Jürgen Ottens mit Cash, 0/30,45
Springprüfung Nr. 7 Kl. S * (Finale Kleine Tour)
1. Dominik Jahn mit Santiago 185, 0/28,58 (Fehler/Zeit); 2. Jörg Kreutzmann mit No Limit 64, 0/30,66; 3. Michael Symmangk mit Lady Tiffany 4, 0/30,88
Springprüfung Nr. 14 Kl. S* mit Stechen (Amateurreiter Tour)
1. Valentina Teich mit Casals 5, 0/33,85 (Fehler/Zeit); 2. Malte Laub mit Acordina 3, 0/35,65; 3. Markus Schlaman mit La Coco 4, 0/36,14
Springprüfung Nr. 10 Kl. S** mit Siegerrunde (Finale Große Tour)
1. Toni Haßmann mit Channing L, 0/38,85 (Fehler/Zeit); 2. Marco Kutscher mit Charco, 0/39,85; 3. Lennert Hauschild mit Caivano, 0/40,93

Frauenpower beim GROSSEN PREIS VON SACHSEN

Sächsische Landesmeisterin Marie-Luise Misztl gewinnt Dressurprüfung(c)ACP Andreas Pantel

Die Sächsische Landesmeisterin Marie-Luise Misztl holt sich den Sieg in der Dressurprüfung und die Deutsche Meisterin Simone Blum triumphiert beim Championat der Deutschen Kreditbank AG.
Mit einer spannenden Entscheidung begann der Turniersamstag, denn in der Youngster-Tour wurde im Preis der proloxx speditions & logistics GmbH & Co. KG und der Braustolz GmbH in einem Zwei-Sterne-M-Springen der Sieger gesucht. Felix Haßmann schnappte sich im Sattel von Horse Gym’s Landino in einem packenden Stechen mit knappem Vorsprung den Sieg vor Jörg Kreutzmann und Simone Blum. Im Finale der Amateurreiter-Tour erkämpfte sich Holger Hecht mit Sjinto den ersten Rang vor Thorsten Brinkmann.

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr trafen am Samstag wieder die amtierenden Landesmeister aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in einer Dressurkür aufeinander, welche von der Bauer & Dietel GmbH, der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe und der Steuerberaterkanzlei Thomas Vos präsentiert wurde. Mit einer anspruchsvollen Kür konnte sich die Sächsische Landesmeisterin Marie-Luise Misztl auf Rang eins platzieren.
Beim sportlichen Höhepunkt des heutigen Tages, dem Championat der Deutschen Kreditbank AG (2. Qualifikation zum Großen Preis am Sonntag), war das Starterfeld für dieses Zwei-Sterne-S-Springen noch nie so gut besetzt wie in diesem Jahr. Unter den 87 Startern waren u.a. Top-Reiter wie Marko Kutscher, Felix und Toni Haßmann, Carsten-Otto Nagel, Holger Wulschner und Simone Blum. In dem sportlich anspruchsvollen Parcours erreichten 14 Reiter-Pferd-Paare das Stechen und lieferten sich einen spannenden Wettkampf. Gleich als erster Starter legte der Sachse Michael Kölz mit Anpowikapi mit 37,62 Sekunden eine Bestzeit vor, die bis zum neunten Starter Bestand hatte. Als Neunte ging die amtierende Deutsche Meisterin Simone Blum in den Parcours, behielt die Nerven und flog mit ihrem Flying Boy, einem 16-jährigen Hannoveraner, regelrecht ins Ziel. Mit schnellen 36,16 Sekunden toppte die 28-Jährige Springreiterin die Zeit von Michael Kölz und setzte sich auf Rang 1. Den Thron konnten ihr die nachfolgenden Starter nicht mehr streitig machen.

Das Showhighlight des Abends, die große CHEMNITZER PFERDENACHT, eröffnen heute um 19.30 Uhr die Ponyreiter. Das Publikum erwartet eine zweieinhalbstündige Reise durch die faszinierenden Facetten des Pferdesports: Pferdekünstler, Akrobaten, ein Musiker und vielseitige „Pferdestärken“ sind zur Jubiläumsshow eingeladen. Die Jubiläumsshow ist mit rund 2.800 Gästen restlos ausverkauft.

Ergebnisse:

Springprüfung Nr. 4 Kl. M** mit Stechen (Finale Youngster Tour)
1. Abt.: 1. Felix Haßmann mit Horse Gym’s Landino, 0/36,25 (Fehler/Zeit); 2. Jörg Kreutzmann mit Chepmen, 0/36,67; 3. Simone Blum mit Calee, 0/36,91

Springprüfung Nr. 13 Kl. S * (Amateurtour)

1. Holger Hecht mit Sjinto, 0/58,67 (Fehler/Zeit); 2. Thorsten Brinkmann mit Pikeur Cassano, 0/61,82; 3. Holger Hecht mit Ari 59, 0/62,85

Dressurprüfung Nr. 17 Kl. S** Intermediare I-Kür

1. Marie-Luise Misztl, 76,750%, 2. Libuse Mencke, 71,183%, 3. Friederike Reinke, 69,817%

Springprüfung Nr. 9 Kl. S** mit Stechen (Championat der Deutschen Kreditbank AG)

1. Simone Blum mit Flying Boy 20, 0/36,16 (Fehler/Zeit); 2. Michael Kölz mit Anpowikapi, 0/37,62; 3. Mylene Diedrichsmeier mit Dalida 57, 0/37,84