Multi-EM in Göteborg

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Göteborg/SWE (fn-press). Eine Multi-EM ähnlich der in Aachen 2015 erwartet die europäischen Pferdesportfans vom 21. bis 27. August 2017 in Göteborg. In der schwedischen Hafenstadt kennt man sich bestens aus mit großen Pferdesportveranstaltungen, wo schon mehrere Male Weltcup-Finals stattfanden und jährlich die Gothenborg Horse Show die internationale Elite anlockt. Neben Dressur, Springen und Vierspännerfahren sind auch die Para-Dressurreiter wieder am Start, die erstmals in den fünf neu strukturierten Grades (I bis V) ihre kontinentalen Meister ermitteln.

Den Auftakt machen die Para-Dressurreiter am Montag, 21. August, in Göteborg. Vor zwei Jahren in Deauville gab es für die Dressurreiter mit Behinderung sechs Bronzemedaillen, eine für die Mannschaft, eine für Elke Philipp mit Regaliz sowie je zwei für Steffen Zeibig mit Feel Good, Carolin Schnarre mit Del Rusch, sowie Doppel-Gold für Hannelore Brenner und Women of the World. Elke Philipp (Treuchtlingen) und Steffen Zeibig (Arnsdorf) sind in diesem Jahr auch wieder dabei, außerdem starten Alina Rosenberg (Konstanz) und Claudia Schmidt (Darmstadt) bei der EM für Deutschland. Das Team besteht in der Para-Dressur aus vier Reitern, davon maximal zwei eines gleichen Grades. Die ersten Einzelmedaillen werden über den sogenannten Championship-Test am Montag vergeben. Der Teamtest am Dienstag als zweite Prüfung entscheidet über die Teammedaillen. Den Abschluss macht die Kür am Mittwoch, in der wie bei der ersten Einzelentscheidung je ein Medaillensatz pro Grade vergeben wird.

Dressurprüfungen ab Dienstag
Am Dienstag, 22. August, starten auch die Dressurreiter in die EM. Titelverteidiger in der Mannschaftswertung ist das britische Team. Die beiden Einzel-Gold-Medaillen sicherte sich das herausragende britische Paar Charlotte Dujardin und Valegro. Diese Kombination wird in diesem Jahr nicht mehr um die Medaillen kämpfen, da der 15-jährige Wallach in den Championats-Ruhestand geschickt wurde. Deutschland schloss die vergangenen Europameisterschaften 2015 in Aachen auf dem Bronzerang ab. Das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) entsendet ein Team von vier Reitern und Pferden nach Schweden. Dazu gehören Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Damsey FRH, Sönke Rothenberger (Bad Homburg) mit Cosmo, Dorothee Schneider (Framersheim) mit Sammy Davis jr. und Isabell Werth (Rheinberg) mit Weihegold OLD. Die Entscheidung über die Mannschaftsmedaillen fällt nach dem Grand Prix, der an zwei Tagen stattfindet, am 23. August. Die besten 30 Teilnehmer aus dem Grand Prix starten am nächsten Tag im Grand Special, in dem die ersten Einzelmedaillen vergeben werden. Am 26. August steht dann die Grand Prix Kür auf dem Programm, in der es noch einmal um Einzelmedaillen geht.

Springen und Fahren: Titelverteidiger kommen aus den Niederlanden
Einen Tag später als für die Dressurreiter geht es auch für die Springreiter los. Titelverteidiger im Parcours ist das Team aus den Niederlanden, Deutschland belegte in Aachen 2015 Rang zwei. Auch in der Einzelwertung dominierte ein Paar aus den Niederlanden: Jeroen Dubbeldam und Zenith. Bestes deutsches Paar waren Christian Ahlmann und Taloubet Z auf Rang sieben. In diesem Jahr starten Marcus Ehning (Borken) mit Pret a tout, Laura Klaphake (Steinhagen) mit Catch me if you can, Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Chacco’s son und Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit L.B. Convall für die deutsche Mannschaft.

Die Europameisterschaften im Springen werden in drei Prüfungen an vier Tagen ausgetragen. Zum Auftakt steht am Mittwoch, 23. August, ein Zeitspringen auf dem Programm. Es folgt der Nationenpreis über zwei Umläufe. Die besten zehn Teams aus dem ersten Umlauf bzw. die 50 besten Reiter aus Zeitspringen und erstem Umlauf qualifizieren sich für die zweite Runde. Für die Teamentscheidung am 24. und 25. August zählen die besten drei Ergebnisse einer Mannschaft, es gibt also ein Streichergebnis. Im Einzelfinale über zwei Umläufe nach Fehlern und Zeit treten am Sonntag, 27. August, die 25 punktbesten Reiter aus Zeitspringen und Nationenpreis an.

Die Vierspännerfahrer reisen mit hohen Erwartungen nach Schweden. 2015 wurde Michael Brauchle völlig überraschend Europameister. Mit einer rasanten Fahrt durch den Marathon machte der 27-jährige Baden-Württemberger seinen Sieg perfekt. Auch seine beiden Teamkollegen, Christoph Sandmann und Georg von Stein, spielten im Gelände ihre ganze Erfahrung aus und katapultierten Deutschland von Platz vier nach Dressur und Hindernisfahren noch auf den Silberrang. Mannschaftsgold ging wieder an die Niederlande. Schon 2013 waren die Deutschen Vize-Europameister, 2011 gab es Bronze. Zum Team gehören neben Mareike Harm auch dieses Jahr wieder Christoph Sandmann und Georg von Stein. Titelverteidiger Michael Brauchle tritt nicht in Schweden an. Die Vierspännerfahrer starten am Freitag, 25. August, mit der Dressur. An den beiden Tagen danach folgen die Geländeprüfung und das Kegelfahren.

Mehr Infos unter www.pferd-aktuell.de/em2017.

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