Friedensreiterpreis für Paul Schockemöhle

Paul Schockemöhle erhält den Friedensreiterpreis 2017 aus den Händen von Hendrik Snoek (Foto: Stefan Lafrentz)
Paul Schockemöhle erhält den Friedensreiterpreis 2017 aus den Händen von Hendrik Snoek (Foto: Stefan Lafrentz)

(Münster) Der Preisträger heißt Paul – oder auch P.S. – wie ihn viele kurz nennen. Paul Schockemöhle, dreimaliger Europameister, Unternehmer und Turnierveranstalter ist der Träger des Friedensreiterpreises 2017 des Westfälischen Reitervereins Münster. Vorsitzender Hendrik Snoek überreichte die Auszeichnung, die jedes Jahr im Rahmen des Turniers der Sieger übergeben wird an den 72 Jahre alten Pferdesportguru und Erfinder der Riders Tour. Zwei Begriffe zogen sich wie ein roter Faden durch die Laudatio des einstigen Nationenpreisreiters Snoek für den Preisträger: Selfmademan und Betriebsamkeit. Letztere nicht immer nur zur Freude der Sportführung in Warendorf. Snoek skizzierte das Bild eines Mannes, der sportlich in einer Handvoll Jahre von 0 auf 100 kletterte, dreimal Europameister wurde, Olympia-Silber und -Bronze gewann und dreimal den Großen Preis von Aachen. Der als Erster Betreuung, Berittmachung und Management von Spitzensportlern in die Hand nahm und in Warendorf in der Verbandszentrale mit seinen Ideen und Forderungen nach mehr Durchlässigkeit und Demokratie für Unruhe sorgte. Snoek: „ Das ist ganz schön schwer, Letzteres so schön zu formulieren….“ 

Snoek zeichnete das Bild einer Laufbahn, die geprägt war und ist von Ideenreichtum, den Willen auch Neues zu wagen und Risiken einzugehen. Dazu zählte die Gründung der P.S.I. – Performance Sales International genauso wie die Barr-Affäre oder der Erwerb des Gestütes Lewitz, die Übernahme von Veranstatungen und die Förderung von Springreitern. P.S. das steht für Bewegrung und Moderne, für Kompetenz. Das aktuellste Beispiel dafür trat wenig später ans Mikrophon,  um sich im Namen der Reiter beim Münster-Veranstalter zu bedanken. Laura Klaphake aus Mühlen, nominiert für die Europameisterschaften und zwar mit zwei Schockemöhle-Pferden. „Bei Paul Schockemöhle trifft sich sportliches und wirtschaftliches Interesse, wobei alle Beteiligten sicher sein können, optimal bedient zu werden“, so Snoek. „Eins ist sicher und ich kann es aus 50-jähriger Begleitung und Freundschaft in voller Überzeugung sagen, auf das Wort dieses Mannes ist Verlass – ja heißt ja und nein heißt nein – was er verspricht wird er halten, wenn er Unterstützung und Hilfe anbietet, kann man sich darauf verlassen“.

Der so Geehrte wurde mit stehenden Ovationen gefeiert und bedankte sich sichtlich gerührt für die Auszeichnung. „Ich bin nicht so ein großer Redner aber das kann ich sagen – ich freue mich sehr über diesen Preis.“

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