FEI-Reining-Europameisterschaften: Deutsche Equipe gewinnt die Silbermedaille

Die Siegerehrung bei der Reining-Europameisterschaft in der Schweiz (© Offz. Andrea Bonago)
Die Siegerehrung bei der Reining-Europameisterschaft in der Schweiz (© Offz. Andrea Bonago)

(hpv). Bei den europäischen FEI-Titelkämpfen der Reiner, ausgetragen auf der CS-Ranch in Givrins (Schweiz), überzeugte die deutsche Mannschaft in der Besetzung Alexander Ripper (Fürth), Julia Schumacher (Bitz), Elias Ernst (Windeck) und Dominik Reminder (Erlenbach). Das Team sicherte sich wie 2015 die Silbermedaille. Das goldene Edelmetall holte sich die Mannschaft aus Belgien. Die bronzene Plakette ging an die Titelverteidiger aus Italien.

Bereits vor dem Wettbewerb hatte Bundestrainer Nico Hörmann (Berlin) ein sehr gutes Gefühl. „Wir sind nicht in die Schweiz gefahren, um Urlaub zu machen, sondern wollen ein wichtiges Wort bei der Vergabe der Medaillen mitreden. Wir haben ein gutes Team beieinander und werden alles daransetzen, gute Leistungen abzurufen.“

Alexander Ripper musste mit seinem siebenjährigen Quarter-Horse-Hengst „Bay Gunner“ als erster in die Bahn. Dem zweifachen Europameister (2003 und 2013) unterliefen zwei kleine Fehler, und somit bekam er jeweils zwei halbe Strafpunkte beim Spin und Zirkel aufgebrummt. Mit 213,5 Punkten verließ der 36-Jährige die Arena. Zweiter deutscher Reiter war Elias Ernst. Er zeigte im Sattel von „USS Dun it“ eine starke Leistung, die von den Juroren mit 221,5 Punkten belohnt wurden und die deutsche Equipe wieder in die Spur brachte. „Ja, mit meinem Ritt war ich sehr zufrieden“, freute sich der in Köln geborene Elias Ernst.

Bei ihrer Championats-Premiere im deutschen Team brachte die 30-jährige Julia Schumacher das deutsche Team zwischenzeitlich mit einer 219,5er-Wertung in Führung. „Das war ein bombastischer Ritt, der ohne den kleinen Fehler sogar noch mehr Punkte gebracht hätte“, so die Bewertung von Hörmann. Beim Spin fehlten Julia Schumacher mit ihrem siebenjährigen Hengst „Cœurs Little Tyke“ eine Viertel-Drehung, so dass die Richter ihr einen Strafpunkt vergeben mussten. „Schade, dass mir dieser Fehler unterlaufen ist. Aber alles in allem bin ich mit meinem Lauf zufrieden gewesen“, so die amtierende deutsche Meisterin..

Da immer wieder die Führung wechselte, blieb auch die Spannung erhalten. Mal lag das deutsche Team vorne, mal die Belgier oder Italien. Man sah die Anspannung auch dem Bundes-Coach an, der sagte: „Wir wussten, dass es sich hinten raus entscheiden wird, wer welche Medaille gewinnt.“ Er sollte recht behalten.

Letzter deutscher Starter war Dominik Reminder (Erlenbach), der „Dun It With a Splash“ gesattelt hatte. Reminder, der zum zweiten Mal für ein deutsches Team zum Einsatz kam, sorgte aber auch dafür, dass Hörmann eine Schrecksekunde erfuhr. Sein zwölfjähriger Palomino-Hengst drehte sich so rasant beim Spin, dass Dominik Probleme mit seinem Gleichgewicht bekam. „Dominik wäre ja fast noch vom Pferd gefallen, so schnell wie der Hengst losgedreht hat, aber mit seiner 219er-Benotung ist ihm noch eine Punktlandung nach Maß gelungen“, sagte ein dann strahlender Bundestrainer Nico Hörmann.

Ergebnis:
Gold: Belgien, 667,0 Punkte
Silber: Deutschland, 660,0
Bronze: Italien, 659,5
4. Österreich, 656,5
5. Niederlande, 640,5
6. Großbritannien, 637,5.

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