Die Neuheiten der Reitsportbranche: Vielfalt und Multifunktionalität in allen Bereichen

Die Vielfalt, Facetten und auch Kontraste des Reitsports zeigen sich in vielen Bereichen: Die Disziplinen reichen von Dressur bis Rennsport, dem Kinder- und Freizeitsport auf der einen Seite steht der Hochleistungssport auf der anderen Seite gegenüber und der Alltag der Berufsreiter bietet einen starken Kontrast zum Reiten als Luxussport. Diese Vielfalt spiegelt sich unmittelbar in den Produkten wider, die vom 3. bis 5. September auf der spoga horse Herbst von über 400 internationalen Ausstellern präsentiert werden. Für sie alle gilt: Nachhaltiges Handeln und innovative Entwicklungen sind die Basis für dauerhaften Erfolg – entsprechend vielfältig, bunt und kreativ fallen die zahlreichen Neuheiten rund ums Pferd aus.

Gutes noch besser machen, darum geht es bei den Spezialausrüstungen für die verschiedenen Disziplinen des Pferdesports: Dabei haben die zahlreichen neu- und weiterentwickelten Spring- und Dressursättel außer dem Namen und Zweck nicht viel gemein mit einer neuen Sattel- und Trensenlinie für den Galopprennsport, die aus robustem und hygienischem Synthetikleder gefertigt ist und völlig andere Zwecke erfüllen muss als ein herkömmlicher Sattel. In der Tendenz werden die Produkte noch stärker auf die jeweiligen Ansprüche zugeschnitten. Nicht selten bringen dabei auch in der Pferdesportbranche Weltklassesportler ihre Erfahrung in die Produktentwicklung ein. So entstand beispielsweise ein Springstiefel aus besonders weichem Kalbsleder, der an der Innenseite mit speziellem Haftleder und im Innenfutter mit Grip versehen ist, damit auch bei sehr großen Sprüngen Reiterbein und Stiefel an der vorgesehenen Stelle bleiben. Jahrzehntelange Erfahrung im Reitsport trug auch zur Entwicklung einer Trense bei, die den empfindlichen Gesichtsnerv des Pferdes umgeht und deren Sperrriemen so versetzt wurde, dass die Atmung nicht behindert wird.

Farbige Vielfalt im Alltag

Von und mit Pferden zu leben bedeutet – neben viel Freude – vor allem eines: viel Arbeit. Auch für die hart arbeitenden Profis und Stallbetreiber bieten die spoga horse Aussteller Innovatives. Farbe in den Stallrundgang bringen die bunten Eisenwaren eines britischen Ausstellers, der Halterungen, Türbeschläge, Anbinderinge und vieles mehr in Pink, Blau, Grün und Rot anbietet. Ebenfalls bunt und aus Metall ist ein Stollenwerkzeug einer schwedischen Designerin, das als Multifunktions-Stollen-Wunder mehrere Werkzeuge auf einmal ersetzt und das Handling von Hufeisenstollen zu einem Kinderspiel machen soll.

Vielfältige Sicherheit

Für alle, die bei jedem Wetter unterwegs sind, wird Sicherheit nun sehr viel bequemer und multifunktional. Denn im Bereich der Sicherheitswesten und Protektoren kommt eine Kälteschutzweste mit integriertem Rückenprotektor auf den Markt. Ein anderer Hersteller bietet für seinen Airbag die praktische Option, ihn per Reißverschluss in verschiedene Westen und Jacketts, zuhause oder auf dem Turnier, einzubauen. Ein Hersteller hat das bewährte Vorderzeug um einen langen, griffigen Sicherheitszügel ergänzt – sehr hilfreich nicht nur bei jungen Pferden, sondern auch für Reitanfänger, die so auf pferdefreundliche Weise die Zügelhaltung erlernen können.

Fröhliche Vielfalt für die Jüngsten

Die Einhörner sind überall … und selbstverständlich auch im Reitsport vertreten. Sie zieren bereits die Verpackungen von Pflegeprodukten wie etwa einem rosafarbenen Glanz- und Pflegespray. Die starke Dominanz von Mädchen im Reitsport zeigt sich auch in einer neuen Leder-Creme-Seife. Ohne Einhorn, dafür ebenfalls pink, soll sie mit ihrem Himbeerduft trendigen Reitergirls die Lederpflege schmackhaft machen. Nicht alle Mädchen möchten jedoch Girlies sein – und für diese Gruppe gibt es jetzt die Reitlatzhose! Aus stretchigem Denim, im lockeren Jodphurschnitt und mit verstellbaren Trägern wird die praktisch-lässige Hose schnell Anhängerinnen finden.

Vielfalt goes Hightech

Jedes Jahr aufs Neue beeindruckend ist das hohe Maß an Technologie, das sich in den Produkten rund ums Pferd befindet. Bei einigen extrem sportlichen Reitstiefeln mit Torsionsschutz, ergonomischem Fußbett und adrett-farbigen Elementen zum Beispiel wird bewusst auf den Hightech-Look gesetzt. Die Stiefeletten und Stiefel, aber auch Jacken anderer Hersteller dagegen eignen sich mit ihrem klassisch-traditionellen Aussehen sogar für den Stadtbummel. Leistungsstarke Membranen und Belüftungsmechanismen sorgen bei ihnen für ein optimales Tragegefühl – Hightech im Verborgenen.

Vielfalt der Ideen

Was wäre eigentlich, wenn … Aus dieser Überlegung heraus entsteht wohl so manches unkonventionelle Produkt, das auf der spoga horse präsentiert wird. Dazu zählt eine Wendejacke, die auf der einen Seite mit unzähligen, stark reflektierenden Perlen ausgestattet ist und so den Träger gut sichtbar macht. Einem Tarnmantel gleich verwandelt sich die Jacke umgekehrt getragen jedoch sogleich in eine unauffällige Steppjacke. Reithosen gehören zu den wichtigsten Produkten im Reitsportmarkt. Galt früher, dass die enganliegenden Beinkleider den Körperbau ihrer Trägerin stark betonten, soll ein neues Modell durch seinen raffinierten Schnitt die Mikrozirkulation und damit Leistung sowie die Haltung und Figur verbessern. Ein Produkt, das sprichwörtlich Gesäß und Stimmung hebt!Einen praktischen Nutzen verspricht eine Mütze mit integrierter LED-Lampe. Sie kann im Stall und unter dem Helm getragen werden, verfügt über eine Taschenlampenfunktion und hat einen Akku mit 72 Stunden Laufzeit. Die „Laufzeit“ eines Pferdes – und noch vieles mehr – misst ein digitaler Sattelgurt, der Daten zur Qualität und Quantität der Fortbewegung sowie Gesundheits- und Leistungsdaten per App an das Smartphone des Trainers vermeldet.

Vielfalt ist Luxus

Vielfalt zeigt sich auch im Segment derjenigen, die den Luxus lieben. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Schönheit in den kleinen Dingen zu entdecken. Seien es wunderschöne Reitstiefel aus Spezialleder mit Blumendekors oder italienisch edle Pochettes, kleine handgenähte Handtaschen in Form eines Pferdekopfes in sechs verschiedenen Farben. Laufsteg-Luxus für Glamour-Pferde schließlich versprechen Glitzer-Hufglocken und –Gamaschen mit Plüscheinfassung.

Svensson reitet Chisteé-Pferde

(Wendorf) Heiko Schmidt und Denise Svensson haben künftig ein Auge auf Pferde und Reitanlage des Gutes Wendorf nachdem Benjamin Wulschner die Anlage verlassen hat. „Wir arbeiten mit Herrn Chisteé zusammen“, so Schmidt. Die Anlage gehört zum Hotel und gehört Monika und Udo Chisteé. Dort ist auch La Darca zuhause, jene Stute, die in den Derbyqualifikationen in Hamburg beeindruckte und die Benjamin Wulschner gern erworben hätte. Denise Svensson kümmert sich vorrangig um den Beritt von La Darca und der jungen Pferde. Udo Chisteé: Ich freue mich darauf, das Denise die Pferde reitet.“

Gold-Trainerin auf dem Hof Sosath

Abendveranstaltung in Lemwerder – Eintritt ist frei

Am Montag, dem 11.09.2017 gibt die erfolgreiche Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu wertvolle Tipps an die Öffentlichkeit weiter. Sie wird in der Reithalle des Hof Sosath in Lemwerder drei ganz unterschiedliche Paare live unterrichten. Die Pferde sind von A- bis S-Niveau erfolgreich und die Bundestrainerin wird ihren Schwerpunkt auf das richtige Reiten von Trainingslektionen legen. Ziel ist, dass sowohl Reiter, als auch Zuschauer, konkrete Tipps zur Problembewältigung mit nach Hause nehmen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der von Frank Henning initiierten Serie „Die Alten Meister“ statt, die seit vielen Jahren weltweit tausende Besucher anzieht.
Monica Theodorescu könnte als Trainerin kaum erfolgreicher sein. Ihre deutsche Mannschaft gewann am vergangenen Wochenende die Goldmedaille bei der Europameisterschaft im schwedischen Göteborg. „Ihre“ deutschen Reiter sind derzeit amtierende Olympiasieger, Welt- und Europameister, Weltranglistenerste und Weltcupsieger. Theodorescu selbst gewann als aktive Reiterin dreimal olympisches Mannschafsgold.
„Foodtrucks“ und Getränkestände sorgen für das leibliche Wohl. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist über die Webseite www.sosath.com oder www.henning-reitevents.deerforderlich.

>> Anmeldung

>> Plakat „Die Alten Meister“

>> Impressionen „Die Alten Meister mit Klaus Balkenhol auf dem Hof Sosath 2016“

Ein Interview mit dem Initiator Frank R. Henning

DIE IDEE

Herr Henning, Sie sind der Erfinder der erfolgreichen Lehrserien „Reiter Forum“, bei der mittlerweile über 600.000 Teilnehmer zu Gast waren. Wie kamen Sie auf die Idee der Lehrserie „Die Alten Meister“, die es jetzt ja auch schon 15 Jahre mit großem Erfolg, bis 1600 Besucher am Abend, gibt?

Durch die Befragung vieler Reiter kam ich zu dem Ergebnis, dass das Wort „Horsemanship“, das ich als das Wichtigste in unserem Reitsport ansehe, immer mehr in Vergessenheit gerät, speziell der Inhalt, den man mit diesem Wort verbindet. „Horsemanship“ bedeutet für mich, sein Pferd mit Wissen, Erfahrung und Gefühl auszubilden und zu behandeln. Nicht sich selbst in den Vordergrund zu stellen, sondern das Pferd.
Pferde sind wundervolle Wesen, wo man aber leider oft das Gefühl hat, dass die Reiter dies beim reiten und im täglichen Umgang vergessen.
Deswegen haben viele von uns befragte Reiter sich nach den alten Vorbildern erkundigt, den „alten Meistern“. Wo kann man die noch erleben, wo kann man sehen, wie deren langjährige Erfahrung in der Ausbildung von Pferden, … wie zum Ergebnis im täglichen Training führt?

In den vergangenen Jahren ist einiges an Wissen und Stil in Vergessenheit geraten. Wir brauchen aber Leitbilder, bei denen das Wissen im Vordergrund steht, nicht nur die eigene Person oder der schnelle Erfolg.

Wer macht bei der neuen Veranstaltung mit?

Ich bin sehr froh und stolz, dass ich viele „alte Meister“ als Referenten gewinnen konnte, die seit Jahren nicht mehr solche Vorträge gehalten haben. Unter anderem, Herr Jürgen Koschel, Herr Klaus Balkenhol (Reitmeister), sowie Herr Achaz von Buchwaldt (Reitmeister), Herr Hubertus Schmidt (Reitmeister), Herr Jean Bemelmans (Reitmeister), Herr Karsten Huck (Reitmeister), Herr Heinrich-Wilhelm Johannsmann, und Dressur- Olympiamedaillengewinnerinnen wie Isabell Werth und Heike Kemmer.

Worüber werden die Referenten sprechen?

Anders als beim Reiter Forum, wo wir ja mit den Referenten, jeweils ein Dressurreferent und ein Springreferent, Ausbildungsfilme zeigen, die wir selber aufgenommen und konzipiert haben, haben, werden bei der Lehrserie „Die Alten Meister“ Pferde in unterschiedlichem Alter in unterschiedlichem Ausbildungsstand jeweils ca. 30 – 40 Minuten trainiert und an den Problemen gearbeitet. Wir wollen Anregungen geben für die tägliche Arbeit, Lösungswege aufzeigen, Hilfestellungen für die Reiter.

Konsequentes, konzentriertes Arbeiten mit dem Pferd. Sich Wege überlegen, die zum Ziel führen, das Problem lösen, ohne dass das Pferd merkt, dass es überhaupt ein Problem gibt. Aber wir wollen auch deutlich machen, wie sich der Sport weiterentwickelt hat und spannen so den Bogen zum heutigen Reiten und der heutigen Ausbildung von Pferden.

Ich freue mich jedes Mal, selbst nach mittlerweile über 80 Veranstaltungen, immer noch auf diese sehr interessanten Abende. Noch dazu, wo meine Referenten auch meine Freunde sind und wir dem nachgehen, was wir alle am Liebsten machen, den Umgang und das Entwickeln von Pferden.

Auch für die Besucher ist es immer ein besonderes Erlebnis, denn wann hat man diese Lichtgestalten des Reitsports schon in seiner Nähe, kann von ihnen lernen oder Ihnen, was auch vorgesehen ist, Fragen stellen. Ich bin sicher, dass Reiter aus allen Bereichen, von diesen Abenden mit lang anhaltenden Eindrücken zu Ihren Pferden mit Freude und Motivation, und manch neuem Gedanken in ihre tägliche Arbeit übernehmen werden.

Unser Lohn ist dann, wenn wir sehen, mit welch großem Interesse die Zuschauer den Ausführungen folgen, und es dann hoffentlich im Sinne der Pferde auch zu Hause in der täglichen Arbeit umsetzen.

Pferde sind nicht dafür geboren, das wir sie reiten, sondern sie lassen es zu. Deswegen erinnere ich immer an unsere Verantwortung den Pferden gegenüber.

Mit meinen Lehrserien, die mittlerweile in Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxembourg, Niederlande und den USA, demnächst Frankreich und England stattfinden, hoffe ich, da viele Dankanstöße geben zu können, das motiviert und treibt mit Freude an, denn die Pferde sind es wert.

Quelle: www.henning-reitevents.de

Titelverteidiger Iquitos gegen Derbysieger Windstoß im Longines Großer Preis von Baden

Es ist der große Höhepunkt beim spektakulären Finale der Großen Woche am Sonntag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim und eines der wichtigsten Pferderennen der gesamten Saison 2017: Der 145. Longines Großer Preis von Baden (Gruppe I, 250.000 Euro, 2.400 m), bedeutender Lauf der German Racing Champions League, wird die Turffreunde wieder begeistern.

Hier kommt es im siebenköpfigen Feld zum Aufeinandertreffen einiger der besten deutschen Galopper, und es könnte gleichzeitig eine Vorentscheidung in der elf Rennen umfassenden Rennserie des hiesigen Turfs fallen. Denn das faszinierende Duell zwischen „Galopper des Jahres“, Vorjahressieger und Champions League-Titelverteidiger Iquitos (mit dem derzeit in der Champions League klar führenden Jockey Andrasch Starke), der gerade im Großen Dallmayr-Preis in München imponierte,  und Derbysieger Windstoß (Adrie de Vries), der seinen mit Hochspannung erwarteten ersten Auftritt nach dem Erfolg im wichtigsten Rennen der Saison absolviert, steht bevor. Beide Pferde rangieren mit jeweils 16 Punkten auf Platz zwei der Gesamtwertung hinter Dschingis Secret.

Iquitos ist bei 16 Starts nun schon sechsfacher Sieger und galoppierte 382.250 Euro auf das Konto der Golffreunde des Stalles Mulligan. Trainer –Altmeister Hans-Jürgen Gröschel (74) aus Hannover führte den fünfjährigen Adlerflug-Sohn zu immer neuen Großtaten. Nach Iffezheim soll es für ihn in den Prix de l‘ Arc de Triomphe, das bedeutendste Galopprennen der Welt am 1. Oktober in Chantilly gehen.

Gröschel gegenüber German Racing: „Bei Iquitos ist alles bestens. Ich habe in den letzten Tagen meinen Leuten in Hannover aus Baden-Baden die letzten Instruktionen gegeben. Ich hoffe noch auf etwas Regen, damit er elastischen Boden vorfindet.“

Sein zwei Jahre jüngerer Herausforderer Windstoß aus dem Quartier von Trainer-Champion Markus Klug in Köln-Heumar, der die Wertung der Champions League klar anführt, begeisterte im IDEE 148. Deutschen Derby in Hamburg mit atemberaubenden Speed und ist bei nun acht Starts dreifacher Gewinner mit einem Preisgeld von 423.100 Euro. In erster Linie kämpfen Iquitos und Windstoß nun um 150.000 Euro Siegpreis und natürlich viel Ruhm.

Aber natürlich sind auch weitere Spitzengalopper mit von der Partie. Der Ullmann-Hengst Guignol (Filip Minarik), bereits Gruppe I-Sieger und in dieser Saison im Großen Preis der Badischen Wirtschaft  hier sogar gegen Iquitos erfolgreich, hat ausreichend Klasse. Colomano (Eduardo Pedroza), wie Windstoß und der Außenseiter Spend the cash (Martin Seidl) aus dem Klug-Stall, war im Derby sogar Favorit und Vierter im Großen Preis von Berlin.

Der mächtige Godolphin-Stall von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed setzt auf zwei interessante Teilnehmer: Best Solution (mit William A. Carson, einem Enkel des legendären Jockeys Willie Carson), der im Großen Dallmayr-Preis Zweiter hinter Iquitos war, und Prize Money (Martin Lane), der im

Frühjahr in der Wüsten-Metropole siegte, aber als Sechster in München unter seinen Möglichkeiten blieb. 

Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

Die German Racing Champions League wird unterstützt von deinSchrank.de, Europas Nummer 1 für Maßmöbel im Netz.

Highlight für die Zweijährigen

Aber natürlich ist auch das Rahmenprogramm am Finaltag der Großen Woche großartig. Mit dem 144. Steinhoff Zukunftsrennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.400 m) steht eines der bedeutendsten Rennen für zweijährige Pferde bevor.

Viel Vertrauen dürfte Eckhard Saurens Julio (Stephen Hellyn) finden, der im BBAG Auktionsrennen Köln auf und davon ging. Aber auch die frischen und überzeugenden Sieger, Domberg (Marc Lerner), Kabir (Eduardo Pedroza) und Narella (Adrie de Vries) sind hier weit vorne zu erwarten in einem tollen Neuner-Feld. Hinzu kommen auch Gäste aus England, Frankreich und der Schweiz.

Otto Ammermann wird 85

Warendorf (fn-press). Am 7. September feiert Otto Ammermann (Jaderberg), einer der erfolgreichsten deutschen Vielseitigkeitsreiter der 60er und 70er Jahre, seinen 85. Geburtstag.

Seine Passion für den Pferdesport entdeckte er als jugendlicher Teilnehmer an Ponyrennen. Später widmete sich der gelernte Versicherungskaufmann zunächst dem Spring- und dann dem Vielseitigkeitssport. Hier gelangen ihm unter anderem drei Deutsche Meistertitel (1969, 1978 und 1980). Bei den Europameisterschaften 1969 errang er mit der deutschen Equipe die Silbermedaille. Untrennbar verbunden ist Ammermanns Name jedoch mit dem Oldenburger Hengst Volturno (v. Vollkorn xx), mit dem er 1976 bei den Olympischen Spielen und 1978 bei den Weltmeisterschaften in Lexington/USA die Mannschafts-Silbermedaille gewinnen konnte. Team-Silber errangen Ammermann und Volturno außerdem 1980 in Fontainebleau bei den „Ersatz-Spielen“ für alle Reiter, die aufgrund des Olympiaboykottes ihrer Nationen nicht bei den Olympischen Spielen in Moskau starten konnten.

Parallel zu seiner reiterlichen Karriere setzte er sich auf breiter Ebene für Pferdesport und -zucht ein, war unter anderem Mitglied der Landeskommission und Vorstandsmitglied des Pferdesportverbandes Weser-Ems, heute ist er Ehrenmitglied des Reiterverbandes Oldenburg. 1992 erhielt Ammermann das Reiterkreuz in Bronze, 1996 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens verliehen. 2015 wurden Otto Ammermann und sein Hengst Volturno, der nicht nur Sport-, sondern auch Zuchtgeschichte schrieb, in die „Hall of Fame“ des Vielseitigkeitssports aufgenommen.

Diedrich Fick wird 80

Buxtehude (fn-press). Am 15. September feiert Diedrich „Diedn“ Fick aus Buxtehude seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar war von 1973 bis 2000 Mitglied im Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), wobei sein Interessenschwerpunkt stets dem Bundeswettkampf und den Europameisterschaften der „ländlichen“ Vielseitigkeitsreiter galt. 1965 selbst Teilnehmer, übernahm er ab 1973 die Trainer- und Equipechef-Funktion. 40 Jahre lange bereitete er die deutschen Teilnehmer vor und begleitete sie zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Traditionschampionat. Erfolgreich ist Diedrich Fick aber auch als Züchter und Aufzüchter. Rund 300 Pferde stammen aus seiner Zucht, darunter u.a. der ehemalige Bundeschampion des deutschen Vielseitigkeitspferdes Quirrido (v. Quasi Roi – Volturno), aber auch die bis S***-Springen erfolgreiche Lady Louise (v. Lord Weingard – Acord II). 1997 wurde Fick für seine Verdienste mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet.

Termin für EM Luhmühlen 2019 steht

Luhmühlen (fn-press). Nach den EM ist vor den EM. Noch während in Strzegom um die Titel geritten wurde, kam die Nachricht, dass Luhmühlen Ausrichter der nächsten Vielseitigkeits-Europameisterschaften sein wird, nun steht auch der Termin fest: Vom 28. August bis 1. September 2019 ermitteln die Vielseitigkeitsreiter zum sechsten Mal ihre kontinentalen Meister in der Einzel- und Teamwertung in der Westergellerser Heide.

„Ende August ist eine wundervolle Jahreszeit hier in der Lüneburger Heide. Die EM findet während der Heideblütenzeit statt, die Natur wird sich also von ihrer schönsten Seite zeigen und wir können auf schöne Spätsommertage hoffen“, kommentiert Julia Otto, Geschäftsführerin der Turniergesellschaft Luhmühlen mbH (TGL), den Termin. Für Parcourschef Mike Etherington-Smith, der seit diesem Jahr als Parcourschef für die Geländekurse in Luhmühlen verantwortlich ist, werden es die zweiten Europameisterschaften sein. Bereits 2015 kreierte der Brite in seiner Heimat die Strecke für die EM in Blair Castle. „Es ist ein großes Privileg, Course Designer bei den Europameisterschaften zu sein und ich fühle mich geehrt und freue mich darauf. Julia Otto und ich haben bereits einige Ideen besprochen, die wir aus dem Ärmel zaubern könnten. Wir werden schon im nächsten Jahr die Weichen in Richtung EM stellen, hoffentlich ohne zu viel preiszugeben. Einige unserer ursprünglichen Ideen für 2018 legen wir nun für weitere zwölf Monate auf Eis. Luhmühlen ist ein großartiges Event mit einer sagenhaften Championatsgeschichte und ich hoffe sehr, gemeinsam mit dem ausgezeichneten Team an diese Tradition anknüpfen zu können“, sagt Etherington-Smith.

Erfreut zeigt sich auch Bundestrainer Hans Melzer über die erneute Vergabe der EM nach Luhmühlen. „Im Jahr vor den Olympischen Spielen ist die EM immer besonders wichtig. Zum einen als letzte Qualifikationsmöglichkeit für diejenigen Nationen, die sich bis dahin noch keinen Startplatz bei den Spielen sichern konnten, zum anderen aber auch als Motivation und Generalprobe. Unser Ziel ist hoch gesteckt. Wir haben bei den letzten EM in Luhmühlen 2011 Team-Gold und alle drei Einzelmedaillen gewonnen – daran wollen und müssen wir uns 2019 messen lassen.“

CIC2* Langenhagen: Premiere für Deutsche Amateur-Meisterschaft

Langenhagen (fn-press). Vom 8. bis 10. September findet in Langenhagen-Twenge das 33. internationale Vielseitigkeitsturnier statt und zugleich eine Premiere: Erstmals ermitteln die „Busch-Amateure“ rund um den Hof Münkel ihren Deutschen Meister.

Rund zwanzig Nennungen liegen bereits dafür vor“, berichtet Turnierleiter Marc Dennis Münkel. Die Deutsche Amateur-Meisterschaft (DAM) richtet sich an Ü26-Reiter, die in diesem und im letzten Jahr nicht mit mehr als drei Pferden in entsprechenden Prüfungen platziert waren, weder Pferdwirtschaftsmeister noch Teilnehmer an den klassischen „DM“ sind. „Wir haben festgestellt, dass gerade auch in der Vielseitigkeit immer mehr Profis unterwegs sind. Mit den DAM sollen auch Reiter eine Chance bekommen, die ihren Sport vielleicht nur mit einem Pferd ausüben und aufgrund ihrer ‚normalen‘ Berufstätigkeit einfach weniger Routine haben. Auch sie bringen tolle Leistungen und sind eine wichtige Stütze unseres Sports“, sagt Philine Ganders-Meyer, Vielseitigkeits-Koordinatorin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Wer die Auswahlkriterien für die DAM-Teilnahme nicht erfüllt, hat die Chance, im offenen ausgeschriebenen CIC2* um die traditionelle „Milford-Trophy“ zu kämpfen. Hier zeigt sich auch, warum die DAM für Amateure so attraktiv ist, denn eine ganze Reihe deutscher Topreiter hat ihr Kommen angekündigt. Unter ihnen auch die Vorjahressiegerin und frisch gebackene Vize-Mannschaftseuropameisterin Julia Krajewski, der EM-Sechste Kai Rüder und die EM-Reservistin Leonie Kuhlmann, aber auch die Mannschafts-Olympiasieger Dirk Schrade, Peter Thomsen, Andreas Dibowski und Frank Ostholt, der als neuer Bundestrainer der Jungen Reiter zusammen mit einer ganzen Reihe seiner Schützlinge in Langenhagen starten wird. Für die Nachwuchsreiter, speziell die vom Landesverband Hannover, wird aber auch das parallel ausgetragene CIC1* besonders spannend, denn darin werden die Titel des Landesmeister der Junioren und der Jungen Reiter vergeben.

Informationen unter www.vfv-langenhagen.de.

Bronzenes Wagenrad für Dr. Matthias Görbert

Moritzburg (fn-press). Dr. Matthias Görbert, Leiter der Sächsischen Gestütsverwaltung und Landstallmeister, ist mit dem Bronzenen Wagenrad ausgezeichnet worden. Die Verleihung erfolgte im Rahmen der Moritzburger Championatstage durch den Fachgruppen-Vorsitzenden Rolf Schettler aus Haltern.

Seit 1985 vergibt die Fachgruppe Fahren im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband einmal im Jahr das vom ehemaligen DRFV-Vizepräsidenten und Fachgruppen-Vorsitzenden Leopold Graf von Rothkirch und Trach gestiftete Bronzene Wagenrad an eine herausragende Persönlichkeit des Fahrsports. Dr. Matthias Görbert, der im Herbst in den Ruhestand treten wird, leitet das in besonderer Weise mit dem Fahrsport verbundene Landgestüt Moritzburg seit 1985 (damals noch als Volkseigene Pferdezuchtdirektion Süd). Er hat sich vor allem für den Erhalt und zeitgemäßen Ausbau der Zucht des Schweren Warmbluts, einer auf Alt-Oldenburger und ostfriesischer Grundlage basierenden, kalibrigen Karossier-Rasse eingesetzt und deren Einsatz im internationalen Fahrsport gefördert. Auch die Moritzburger Fahrchampionate des Schweren Warmbluts und des Deutschen Fahrponys tragen entscheidend seine Handschrift.

Die Auszeichnung, die Miniatur eines Coach-Rades, ist von der 1978 verstorbenen Bildhauerin Erna Becker-Kahns aus Münster-Handorf für die erste Weltmeisterschaft der Vierspänner 1972 in Münster gestaltet worden. FN/Dr. Jürgen Schwarzl

30 Jahre Deutsche Quadrillen-Championate

Versmold (fn-press). Gesucht wird die beste Quadrille Deutschlands. Am zweiten Septemberwochenende schicken neun Vereine ihre Formationsreiter zum Deutschen Quadrillen-Championat, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert und zum zweiten Mal in Versmold ausgetragen wird.

Acht Mannschaften treten am Sonntag, 10. September, um 11 Uhr zur „Klassischen Quadrille“ an. Hier starten jeweils vier bis acht Reiter in klassisch schwarz-weißer Kleidung zu einer passend zu den Gangarten und zur Bewegung der Pferde gewählten Musik. Mit dabei ist in diesem Jahr wieder Titelverteidiger St. Hubertus Wesel-Obrighoven. Seit über 20 Jahren bereiten die Rheinländer unter Leitung von Ausbilderin Helmi Abeck mit Leidenschaft ihre Quadrillen vor. Konkurrenz erhalten sie u.a. von den Vorjahres-Zweiten vom Reitverein Kalthoff, aber auch von den Reitern des Kreisreiterverbandes Lippstadt, die im vergangenen Platz drei belegten. Erstmals mit einer Mannschaft am Start ist der RV Münster Sprakel. Sie tritt mit einer Vierer-Quadrille an und will sich mit ihrer Vorstellung schon einmal auf die berühmte „Bauern-Olympiade“ in der Halle Münsterland im Januar vorbereiten. Ebenfalls neu dabei sind zwei Quadrillen vom Landesverband Hannover, sie kommen von den Reitvereinen Voxtrup und Haren.

Während die drei Newcomer nur in der klassischen Tour antreten, haben die übrigen fünf Teams auch eine „Themenquadrille“ einstudiert. Eine sechste Mannschaft vom RV Flandersbach kommt hinzu. Hier erwartet die Zuschauer ab 14.30 Uhr ein buntes Feuerwerk aus Musik, Choreographie und passenden Kostümen. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, vom schwarz-weißen Schachspiel über Minions bis hin zu als „Budweiser-Dosen“ und „Pils-Krügen“ verkleideten Reitern war alles schon dabei.

Zum zweiten Mal wurde das Deutsche HKM Quadrillen-Championat nach Versmold vergeben. Eine gelungene Kombination, denn das Versmolder Team Event legt seinen Schwerpunkt auf Vereinsmannschaften. 2007 feierte die Versmolder Team Challenge ihre Premiere und stieß mit über 100 teilnehmenden Mannschaften in sieben verschiedenen Prüfungen eine ungeheure Resonanz. „Wir vom RV Versmold stehen auf dem Standpunkt, dass die Individualsportart Reiten einen ordentlichen Schuss Teamgeist vertragen kann“, sagt Marion Jennissen, Mitinitiatorin und Mitglied des Organisationsteams des Team Events.

Informationen: www.reitverein-versmold.de