Neuss? Köln? Neuss. Haarscharfe Entscheidung im Preis der Sparkasse

Dem siegreichen Team gratulieren Wilfried Nellessen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen (2.v.l.) und ALRV-Vorstandsmitglied Hans Kauhsen (rechts). Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch
Dem siegreichen Team gratulieren Wilfried Nellessen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen (2.v.l.) und ALRV-Vorstandsmitglied Hans Kauhsen (rechts). Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch

Neuss Grimlinghausen versus Team NORKA vom VV Köln-Dünnwald – der Preis der Sparkasse im Gruppenvoltigieren geriet zu einem Zweikampf, wie er spannender nicht hätte sein können.  Am Ende setzten die Neusser sich mit 8,298 Punkten gegen das Kölner Team durch (8,216). Neuss siegte in der Pflicht, Köln in der Kür. Aber der Abstand in der zweiten Runde war gering mit 8,653 bzw. 8,675 Punkten. Platz drei ging wie im Vorjahr an die Gruppe C.I.M. Italy mit Hot Date Tek, longiert von Laura Carnabuci und 7,713 Punkten insgesamt.

Für Deutschlands Bundestrainerin Ursula Ramge war heute schon Mittags ein Festtag mit zwei solchen Gruppen: „Das waren ganz tolle Küren von beiden Teams!“, freute sie sich.  Die Neusser zelebrierten ihre Kür zum Thema „Alice im Wunderland“. Das Team NORKA setzte auf futuristisches Design. Beide turnten mit viel Risiko. Da stockte einem bei der einen oder anderen Hebefigur schon mal der Atem!

Während Neuss-Grimlinghausen mit Madita Schramm, Sophie Hofmann, Lara Schmitt, Mona Pavetic, Leon Huesgen sowie Pauline Riedl mehrheitlich Championatsneulinge an den Start gebracht hatte, turnten für Köln fast ausschließlich Athleten, die auch schon im Einzel oder Pas de deux Medaillen gewonnen haben: Thomas Brüsewitz, Torben Jacobs, Corinna Knauf, Jana Zelesny, Miro Rengel und Justin van Gerven. Das Team Neuss hat dieses Jahr eine komplett neue Besetzung in der Gruppe, aber mit Delia FRH an der Longe von Elisabeth Simon ein erfahrenes Pferd. Beim Team NORKA ist es umgekehrt – bewährtes Team, aber mit Picardo ein neues Pferd.

Angesichts dessen waren beide Mannschaftsführer äußerst zufrieden. Elisabeth Simon vom Team Neuss erklärte mit Blick auf ihr frisch zusammengestelltes Team: „Die Pflicht war super, besser können wir es im Moment noch nicht. Und wenn man den CHIO Aachen gewinnt, dann kann man ja nur happy sein!“ Patric Looser, einst selbst Weltmeister bei den Herren, betonte: „Wir sind sehr glücklich! Mit Picardo haben wir vorher nur ein einziges Mal trainiert. Angesichts dieser Minimalvorbereitung können wir auf unsere Leistung sehr stolz sein!“  Picardo war nicht das einzige Pferd, das heute ganz schön „an“ war.

Kein Wunder! Bis auf den letzten Platz waren die Tribünen besetzt und die Stimmung war großartig. Viele der Zuschauer sind quasi Stammgäste am CHIO-Voltigierwochenende. Fragt man sie, was sie zum Teil seit sechs, sieben Jahren jedes Jahr wieder nach Aachen zieht, kommt die Antwort prompt: „Der CHIO ist ein Muss, wenn man Pferdefreund ist!“ Und wenn man dann noch so großartigen Sport geboten bekommt, wie heute in der ersten Entscheidung im Preis der Sparkasse.

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