Future Champions: Nationenpreis-Siege Dressur für Junioren und Junge Reiter

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Hagen a.T.W. (fn-press). Ihre Top-Form stellten Deutschlands Nachwuchsdressurreiter auf internationalem Parkett im Rahmen der Future Champions in Hagen unter Beweis. Souverän holten sich sowohl die U18- als auch die U21-Reiter bei der zweiten Europameisterschafts-Sichtung im Viereck den Sieg und konnten auch die jeweiligen Einzelwertungen für sich entscheiden. Semmieke Rothenberger dominierte mit Dissertation das Feld der Jungen Reiter, Valentina Pistner schnappte sich die goldene Schleife mit Flamboyant OLD bei den Junioren.

Mit Abstand (148,725 Prozent) verwiesen Deutschlands Junge Reiter die Teams aus Dänemark (140,637 Prozent) und Belgien (136,813) im Nationenpreis auf die Plätze. Somit konnte Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen (Verden) zufrieden sein mit drei Auftritten seiner Reiterinnen über 72 Prozent. Vor allem die Preis-der-Besten-Gewinnerin Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) steigerte ihre bisher gezeigten Leistungen in dieser Saison nochmals. 76,127 Prozent vergaben die Richter für die Prüfungs-Siegerin, die für ihre halbe Galopp-Pirouette sogar einmal die Wertnote neun verbuchen konnte. Dreimal die Acht gab es für den versammelten Schritt. „Semmieke konnte heute klar mit ihrer internationalen Erfahrung Punkte sammeln. Das war eine ganz sichere Sache durch die sehr gute Anlehnung mit Höhepunkten in der Schritt-Tour. Ich sehe sogar noch eine Steigerung zu Semmiekes Auftritten beim Preis der Besten“, so der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter.

Auf dem zweiten Platz sahen die Richter Alexa Westendarp (Wallenhorst) mit ihrer erst siebenjährigen Fürstenball-Tochter Four Seasons (72,598 Prozent), die auch beim diesjährigen Preis der Besten den Vize-Rang belegte. „Alexa hat Sitz und Einwirkung weiter verbessern können, so dass heute noch mehr Losgelassenheit zu sehen war, was sich insbesondere im Seitenbild sehr schön dargestellt hat. Dazu kam viel Ausdruck und ein sich ruhendes Pferd, das für sein junges Alter schon viel Routine besitzt“. Für die dritte Teamreiterin, Lia Welschof (Paderborn) lief die Nationenpreis-Premiere mit dem erfahrenen Wallach Don Windsor OLD (16) wie am Schnürchen. Der von Familie Kienbaum zur Verfügung gestellte Wallach, der bereits mit Florine Kienbaum international Schleifen und Medaillen in Serie sammelte, ist „ein sehr gefestigtes Pferd“. „Lia kann das Potential von Don Windsor OLD gut aufnehmen“. Nachdem der Nationenpreis-Sieg fast erwartungsgemäß nach Hause geritten wurde, können die Jungen Reiter nun in den Einzelentscheidungen weiter um einen Platz im Team für die Europameisterschaften im französischenFontainebleau (9. bis 15. Juli 2018) kämpfen.

Ein bisschen dichter dran als in der Altersklasse der Jungen Reiter waren am siegreichen deutschen Team (146,818 Prozent), die Russen auf Rang zwei (143,586 Prozent) bei den Junioren. Platz drei ging nach Dänemark (140,101). „Russland hat sich international sehr nach vorne gearbeitet. Mit diesem Team ist auf jeden Fall zu rechnen. Allerdings waren dieses Jahr die Holländer nicht mit ihren stärksten Reitern in Hagen am Start. Da müssen wir sehen, wie gut sei bei der EM sein werden“, zeigte sich Hans-Heinrich Meyer zu Strohen zufrieden mit seinen U18-Reiterinnen.

Zwischen Einzel-Siegerin Valentina Pistner (Bad Homburg) mit Flamboyant OLD (73,889 Prozent) und die beiden Drittplatzierten Romy Allard (Dormagen) mit Summer Rose und Linda Erbe (Krefeld), die jeweils 72,929 Prozent holten, schob sich die Russin Anna Guseynova (73,030 Prozent). „Für Valentina ist es das erste Junioren-Jahr. Sie ist international schon gut unterwegs und war auch in vorderster Front beim Preis der Besten. Sie hatte hier einen sehr energischen Auftritt auf einem Pferd mit sehr guten Grundgangarten und jeder Menge Ausstrahlung“, so der Bundestrainer. Flamboyant OLD (10) von Fidertanz-De Niro hatte 2017 mit Isabell Werth den Nürnberger Burgpokal gewonnen. Die Rheinländerin Romy Allard zeigte sich mit ihrer Stute Summer Rose (9) im Vorjahr schon bei den Deutschen Jugendmeisterschaften als Siegerin in guter Form. „Romy hat ihre Prüfungssicherheit noch ausgebaut, sehr stabile Wechsel und insgesamt eine gute Lektionssicherheit gezeigt“, lobte zu Strohen. Bei Preis der Besten-Gewinnerin Linda Erbe und DSP Fierro (8) sieht er hingegen noch Luft nach oben. „Linda ist heute sehr teamfreundlich als letzte Starterin auf Sicherheit geritten. Sie kann ihre Qualitäten noch voll in den Einzelentscheidungen ausspielen“, lobt er und freute sich über einen Auftakt nach Maß bei den Future Champions. „Die Bedingungen auf diesem Turnier sind für Mensch und Pferd mehr als optimal. Wir haben Top-Bodenverhältnisse und genießen eine große Gastfreundschaft. Alleine die Atmosphäre in der Meldestelle ist schon etwas Besonderes.“ Die Chancen für die deutschen Junioren und Jungen Reiter, es ins Team für die Europameisterschaften zu schaffen, sind für alle Starter bei den Future Champions noch gleich groß. Nominiert wird in Hagen nach den Einzelentscheidungen. FN/ Tina Pantel

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